Galerie

Olsen Kunstbauten

Schäferstraße 23, 26123 Oldenburg (Oldb)

Highlights

  • Olsen Kunstbauten nutzt Sandstein aus einer 1984 abgebrochenen Brücke über die Haaren in Oldenburg für seine Installationen.
  • Das Atelier thematisiert globale Probleme wie Konsum, Energieverbrauch und Pandemie-Hamsterkäufe durch provokante Kunstprojekte seit 2019.
  • Kunstwerke wie ‚Konsum Macht Globalisierung‘ (2020) oder ‚Bestattungsfahrrad‘ (2020) entstehen im Rahmen von ‚Kunst statt Kommerz‘-Ausstellungen.

Tipps

  • Die Ausstellungen thematisieren gesellschaftskritische Themen wie Konsumverhalten und Umweltzerstörung durch Werke wie das Banner ‚Konsum Macht Globalisierung‘ aus Polyestergewebe.
  • Sandstein-Elemente in den Installationen stammen von einer historischen Brücke aus dem frühen 20. Jahrhundert, die 1984 abgerissen wurde.
  • Kunstprojekte wie die 25.000 Papphülsen aus der Corona-Pandemie oder das Bestattungsfahrrad reflektieren aktuelle gesellschaftliche Phänomene.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunstgalerie Olsen Oldenburg – Kultur-Ausflug

Die Olsen Kunstbauten in Oldenburg (Oldb) sind ein faszinierendes Kunstprojekt, das sich mit gesellschaftskritischen Themen und lokaler Geschichte auseinandersetzt. Der Künstler und Aktivist Olsen schafft hier großformatige Installationen, die auf den ersten Blick wie skurrile Skulpturen wirken, doch hinter ihnen verbirgt sich eine scharfe Analyse von Konsumverhalten, Umweltzerstörung und urbanen Phänomenen.

Ein zentrales Werk ist das Banner *„Konsum Macht Globalisierung Energieverbrauch Müll Zerstörung Aussterben“*, das aus Polyestergewebe gefertigt ist. Es thematisiert die negativen Folgen der Massenproduktion und wirft Fragen zur Verantwortung des Einzelnen auf. Besonders eindrucksvoll ist die Verwendung von Sandstein aus einer historischen Brücke über die Haare in Oldenburg, die vor 1900 erbaut und 1984 abgerissen wurde. Dieser Materialkontrast unterstreicht die Verbindung von Vergänglichkeit und zeitgenössischer Kunst.

Die Installationen reagieren oft auf aktuelle Ereignisse – etwa die 25.000 Papphülsen, die als Reaktion auf die Hamsterkäufe von Toilettenpapier während der Corona-Pandemie entstanden. Auch das Bestattungsfahrrad oder das „Sudoku des Wahns“ spiegeln gesellschaftliche Zwänge und Absurditäten wider. Dabei nutzt Olsen ungewöhnliche Materialien wie recycelte Alltagsgegenstände, um auf die Überflutung der Welt mit Wegwerfprodukten hinzuweisen.

Das Projekt ist eng mit dem The Hidden Art Project verbunden, das seit 2019 in Oldenburg (Oldb) stattfindet. Hier wird Kunst als Gegenentwurf zum kommerziellen Mainstream präsentiert – etwa in der Ausstellung *„Kunst statt Kommerz“*. Olsen Kunstbauten laden Besucher ein, über den eigenen Konsum nachzudenken und die Stadt aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Die Werke sind nicht nur optisch ansprechend, sondern fordern zum Nachdenken über die Folgen unseres Handelns auf.

Besonders bemerkenswert ist die Mobilität einiger Installationen, wie das „Das Kraft-Fahrzeug – mob.“, das auf Reisen geht und so die Diskussionen über Kunst und Gesellschaft in verschiedene Räume trägt. Die Olsen Kunstbauten zeigen damit, wie Kunst als kritischer Spiegel gesellschaftlicher Realitäten wirken kann – direkt vor der Haustür in Oldenburg (Oldb).

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