Hl. Maria
Highlights
- Der Marienbildstock in Bigge-Olsberg wurde 1869 erbaut und 1988 als Baudenkmal aufgenommen.
- Gestiftet wurde er von Franz Wilhelm Freiherr von Wendt-Papenhausen.
- Der Bildstock steht seit 2004 an einem ehemaligen Bombentrichter aus dem Zweiten Weltkrieg.
Tipps
- Der Marienbildstock liegt gut gepflegt mitten im Wandergebiet und bietet eine ruhige Pause mit Flussblick.
- Ideal für eine kurze Rast auf Wanderungen in der Ruhraue.
- Der historische Bildstock im ehemaligen Bombentrichter ist sehenswert.
Eigenschaften
Über Hl. Maria
Der Marienbildstock „Hl. Maria“ in Olsberg zählt zu den bedeutenden kulturellen und religiösen Denkmälern der Region. Er steht am nordwestlichen Rand der Ruhraue in Bigge und ist ein markanter Wegbegleiter für Wanderer und Pilger. Die Andachtsstätte wurde im Jahr 1869 errichtet und ist seit 1988 als Baudenkmal in der Denkmalliste der Stadt Olsberg aufgenommen. Gestiftet wurde das sakrale Bauwerk von Franz Wilhelm Freiherr von Wendt-Papenhausen, was einen besonderen historischen Bezug zur Region unterstreicht.
Der Bildstock thront in einem ehemaligen Bombentrichter, der während eines Fliegerangriffs im Zweiten Weltkrieg entstand. Konkret entstand die Vertiefung am 15. September eines Jahres im 20. Jahrhunderts durch einen Bombentreffer auf den Turm des nahegelegenen Schloss Schellenstein. Diese besondere Lage verleiht dem Denkmal nicht nur eine tiefe symbolische Bedeutung, sondern macht es auch zu einem geschichtsträchtigen Zeugen der Kriegszeit. 2004 erfolgte eine umfassende Restaurierung durch Steinmetz Ernst Ditz, wodurch das Werkzeug seines künstlerischen Schaffens bis heute sichtbar bleibt.
Als Andachtsstätte lädt „Hl. Maria“ zur Besinnung und Ruhe ein. Die gepflegte Umgebung und die zentrale Lage direkt am Wanderweg machen den Marienbildstock zu einem idealen Ort für eine Pause. Besucher berichten von einer angenehmen Atmosphäre, die sowohl Wanderern als auch Ortseinsiedlern eine spirituelle oder ruhige Auszeit ermöglicht. Die unmittelbare Nähe zur Ruhr und die landschaftliche Einbettung tragen zusätzlich zur besonderen Stimmung des Ortes bei.
Das Denkmal ist ein Beispiel für die reiche Volksfrömmigkeit des 19. Jahrhunderts im Hochsauerlandkreis und spiegelt die Tradition sakraler Bildstöcke wider, die häufig als Wegweiser des Glaubens fungierten. Heute dient „Hl. Maria“ nicht nur als geschichtsträchtiges Zeugnis, sondern auch als lebendiger Bestandteil des kulturellen Erbes von Olsberg. Die enge Verzahnung von Natur, Geschichte und Spiritualität macht diesen Ort zu einem lohnenswerten Ausflugsziel in Nordrhein-Westfalen.