Museum

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Str. d. Nationen 22, 16515 Oranienburg

Highlights

  • Die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen in Oranienburg erinnert an die Geschichte des KZ Sachsenhausen und des sowjetischen Speziallagers.
  • Seit 1993 wird das Gelände als modernes zeithistorisches Museum mit 13 Dauerausstellungen genutzt.
  • Die Einrichtung gehört zur Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und wird seit 2018 von Historiker Axel Drecoll geleitet.

Tipps

  • Ein Audio Guide hilft, das Gelände eigenständig zu erkunden und bietet wichtige Hintergrundinformationen zur Geschichte des Ortes.
  • Die Gedenkstätte vermittelt mit 13 Dauerausstellungen verschiedene Aspekte der NS- und Sowjetzeit sowie der Entwicklung zur heutigen Erinnerungsstätte.
  • Bei Besuchen mit Kindern ist zu beachten, dass die Darstellung der historischen Ereignisse altersgemäß interpretiert werden sollte.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen in Oranienburg

Die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen in Oranienburg, im nordöstlichen Brandenburg gelegen, zählt zu den bedeutendsten Erinnerungsorten Deutschlands. Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen, das ursprünglich 1933 als eines der ersten nationalsozialistischen Konzentrationslager etabliert wurde, erinnert die Stätte heute an die Opfer der NS-Diktatur sowie der späteren sowjetischen Spezialhaft. Die Einrichtung versteht sich als modernes zeithistorisches Museum und zugleich als Ort des Gedenkens und Lernens. Seit 1993 trägt sie ihren heutigen Namen und folgt einem dezentralen Konzept, das authentische Orte mit thematisch angelegten Ausstellungen verbindet.

Die Gedenkstätte gliedert sich in insgesamt 13 Dauerausstellungen, die verschiedene Kapitel der Geschichte des Ortes aufzeigen – von der frühen Zeit des KZ Oranienburg über die Funktion des KZ Sachsenhausen als zentrales Schulungs- und Modellager der SS bis hin zur sowjetischen Nutzung des Geländes als Speziallager Nr. 7 nach 1945. Themenschwerpunkte sind unter anderem die Täterstrukturen der SS, das Schicksal jüdischer Häftlinge sowie medizinische Verbrechen im Lager. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch der Geschichte der Gedenkstätte selbst, die nach der Wende neu konzipiert und in enger Zusammenarbeit mit Architekturbüros gestalterisch erneuert wurde. Seit 2006 teilt sich das Gelände mit der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg den Standort, was zu einer intensiven Kooperation in den Bereichen Bildung und Erinnerungskultur führt.

Ein zentrales Anliegen der Gedenkstätte ist es, die individuellen Schicksäle der Opfer sichtbar zu machen und jenseits abstrakter Zahlen ein konkretes Verständnis für die historischen Verbrechen zu vermitteln. Neben Führungen und pädagogischen Angeboten steht Besucherinnen und Besuchern eine umfangreiche App zur Selbsterkundung zur Verfügung, die durch Audioinhalte und multimediale Elemente die Erkundung des Geländes bereichert. Mit einem durchschnittlichen Bewertung von 4,6 von 5 Sternen bei über 5.000 Bewertungen wird die Gedenkstätte regelmäßig als beeindruckend, informativ und nachhaltig wahrgenommen – auch wenn einige Besucher kritisch anmerken, dass die Darstellung für Kinder und Jugendliche gelegentlich zu schonend gestaltet ist.

Die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen ist Teil der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, die vom Bund und vom Land Brandenburg finanziert wird. Sie nimmt eine zentrale Rolle in der Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und des Stalinismus ein und setzt sich dabei kontinuierlich für eine differenzierte und sensible Erinnerungskultur ein. Regelmäßig finden hier Veranstaltungen, Vorträge und Zeitzeugengespräche statt, die den Dialog über Geschichte und Gegenwart fördern. Als Ort der Trauer, des Lernens und der Mahnung bleibt die Gedenkstätte ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur im Kreis Oberhavel.

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Häufige Fragen zu Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Was ist die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen?
Die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen in Oranienburg ist ein Ort des Gedenkens und Lernens. Auf dem Gelände des ehemaligen KZ Sachsenhausen werden die Geschichte des Nationalsozialismus und des sowjetischen Speziallagers dokumentiert. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wer betreibt die Gedenkstätte Sachsenhausen?
Die Gedenkstätte wird von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten betrieben, einer Einrichtung, die vom Bund und vom Land Brandenburg finanziert wird. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Rolle spielt das Museum bei der Aufarbeitung der Geschichte?
Das Museum zeigt in 13 Ausstellungen verschiedene Aspekte der Geschichte des Ortes – vom KZ über das sowjetische Speziallager bis zur Entwicklung der Gedenkstätte. Es verfolgt das Ziel, Geschichte authentisch und lernbar zu machen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es Zusammenarbeit mit anderen Institutionen vor Ort?
Ja, seit 2006 arbeitet die Gedenkstätte eng mit der Hochschule der Polizei Brandenburg zusammen, die auf dem ehemaligen Lagergelände untergebracht ist. Es finden gemeinsame Seminare und Gedenkveranstaltungen statt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde das KZ Sachsenhausen gegründet?
Das KZ Sachsenhausen wurde im Sommer 1936 als Modell- und Schulungslager errichtet. Es war eines der ersten größeren Konzentrationslager und diente der systematischen Verfolgung und Vernichtung von Menschen. Stand Juni 2026.

Quelle: website