Freischärlerdenkmal
Highlights
- Das Schneckentürmchen auf dem Wartberg bei Kirchheimbolanden wurde 1884 als gründerzeitliches Belvedere erbaut.
- Der Turm hat einen Durchmesser von 7,80 Metern, ist 7,40 Meter hoch und verfügt über einen spiralförmigen Aufgang mit drei Windungen.
Tipps
- Das Schneckentürmchen bietet eine schöne Aussicht und ist über einen spiralförmigen Pfad erreichbar.
- Der Turm liegt im Schillerhain auf dem Wartberg, etwa 700 Meter westlich des Stadtkerns.
- Der Aufgang erfolgt nicht über eine Treppe, sondern über drei Windungen, die die Schneckenform ergeben.
Eigenschaften
Über Freischärlerdenkmal
Das Freischärlerdenkmal, auch bekannt als Schneckentürmchen, befindet sich im Schillerhain auf dem Wartberg bei Kirchheimbolanden im Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz. Es handelt sich um ein gründerzeitliches Belvedere, das um 1880 bis 1884 errichtet wurde und seither als Aussichtspunkt und Baudenkmal gilt. Der Turm liegt nur wenige Meter vom Wartturm entfernt und erhebt sich auf einer Höhe von rund 360 Metern über dem Ort. Seine markante, spiralförmige Aufgangsstruktur erinnert optisch an eine Schnecke, was ihm den Namen „Schneckenturm“ einbrachte.
Der Aufstieg zum Aussichtsbereich erfolgt nicht über eine herkömmliche Treppe, sondern über einen gewundenen Pfad, der in drei Umläufen zur Plattform führt. Auf dieser befindet sich ein hölzerner Pavillon mit achteckigem Grundriss, der mit einem schiefergedeckten Dach versehen ist. Innenraumlich bietet der Pavillon fünf Holzbänke und dient somit auch als Ruhepunkt. Insgesamt erreicht der Turm inklusive des Pavillons eine Höhe von 7,40 Metern. Der Durchmesser des runden Bauwerks beträgt 7,80 Meter. 1891 wurde der hölzerne Aufbau des Pavillons durch die Brüder Karl und Heinrich Giessen gestiftet.
Das Denkmal entstand im Zuge der Gestaltung des Schillerhains, der im Zusammenhang mit dem 100. Geburtstag Friedrich Schillers im Jahr 1859 angelegt wurde. Die „Schiller-Stiftung“ und das „Schiller-Komitee“ initiierten die Entwicklung der Parkanlage, in deren Rahmen auch kleinere Pavillons und Tempel errichtet wurden. Von diesen Bauten ist heute nur noch das Schneckentürmchen erhalten. Es gewährt einen Panoramablick über Kirchheimbolanden, den Donnersberg sowie das rheinhessische Hügelland und ist somit ein lohnendes Ausflugsziel für Natur- und Kulturinteressierte.
Das Gelände des Schillerhains ist das ganze Jahr über kostenfrei zugänglich. Vom Stadtkern aus ist der Weg zum Turm gut beschildert. Auch die Erreichbarkeit mit dem Pkw ist gegeben, da sich in unmittelbarer Nähe ausreichend Parkplätze befinden. Der nahegelegene Wartturm sowie die gesamte Parklandschaft laden zusätzlich zu Spaziergängen und Verweilen in der Natur ein. Die Besonderheit des Schneckenturms – der spiralförmige Aufgang – wird von Besucherinnen und Besuchern häufig positiv hervorgehoben, ebenso die ruhige Atmosphäre und die schöne Aussicht.