Kirche/Kloster

Alte Synagoge

27709 Stadt

Highlights

  • Die Alte Synagoge in Erfurt ist mit über 900 Jahren die älteste erhaltene Synagoge Europas.
  • Sie beherbergt seit 2009 ein Museum mit mittelalterlichen Zeugnissen der jüdischen Gemeinde und dem Jüdischen Schatz von Erfurt.
  • 2023 wurde die Synagoge als Teil des UNESCO-Welterbes ‚Jüdisch-Mittelalterliches Erbe in Erfurt‘ anerkannt.

Tipps

  • Die Alte Synagoge in Erfurt ist die älteste erhaltene Synagoge Europas und beherbergt ein Museum zur jüdischen Geschichte der Stadt.
  • Im Keller der Synagoge ist der Jüdische Schatz von Erfurt aus dem Jahr 1349 ausgestellt, der bei Bauarbeiten gefunden wurde.
  • Öffentliche Führungen finden samstags und sonntags statt, ergänzt durch besondere Veranstaltungen wie Familienführungen zum UNESCO-Welterbetag.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Alte Synagoge

Die Alte Synagoge in der Stadt Erfurt ist mit über 900 Jahren die älteste erhaltene Synagoge Europas und zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen jüdischer Kulturgeschichte in Deutschland. Das Bauwerk befindet sich in der Erfurter Altstadt und ist heute ein Museum, das mittelalterliche Sachzeugnisse der jüdischen Gemeinde präsentiert. Die Synagoge ist Teil des UNESCO-Welterbes „Jüdisch-Mittelalterliches Erbe in Erfurt“ und trägt damit zur internationalen Anerkennung der historischen Bedeutung der jüdischen Gemeinde in der Stadt bei.

Die Geschichte des Gebäudes reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Die ältesten Bauteile stammen aus dem 11. Jahrhundert, weitere Teile wurden im 12. Jahrhundert hinzugefügt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach umgebaut und erweitert. Nach einem verheerenden Pogrom im 14. Jahrhundert verlor es seine ursprüngliche Funktion und wurde in ein Lagerhaus umgewandelt. In späteren Jahrhunderten diente es unter anderem als Gaststätte und Tanzsaal. Aufgrund dieser vielfachen Umnutzung blieb das Gebäude während der NS-Zeit unerkannt und unzerstört.

Erst in den 1990er Jahren wurde die historische Bedeutung des Bauwerks erkannt. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wurde 2009 die Alte Synagoge als Museum eröffnet. Die Dauerausstellung zeigt unter anderem den bedeutenden Jüdischen Schatz von Erfurt, der in unmittelbarer Nähe des Gebäudes gefunden wurde. Im Erdgeschoss wird die Baugeschichte der Synagoge dokumentiert, im Obergeschoss thematisiert die Ausstellung die mittelalterlichen hebräischen Handschriften. Im Innenhof sind Grabsteine des ehemaligen jüdischen Friedhofs zu sehen.

Die Alte Synagoge ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein kulturelles Zentrum. Monatlich finden hier im Rahmen der „Erfurter Synagogenabende“ Vorträge und musikalische Darbietungen statt. Regelmäßige Führungen sowie Sonderveranstaltungen bieten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich intensiv mit der jüdischen Geschichte Erfurts auseinanderzusetzen. 2013 wurde das Gebäude mit dem BDA-Preis für Architektur in der Kategorie Symbolik ausgezeichnet, 2023 erfolgte die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste.

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