Museum

Museum Industriekultur Osnabruck

Fürstenauer Weg 171, 49090 Osnabrück

Highlights

  • Das Museum Industriekultur Osnabrück liegt am historischen Piesberg, einem ehemaligen Steinkohlenbergbau- und Sandsteinabbaugebiet.
  • Im Fokus stehen die Regionalgeschichte, Dampfmaschinen und die Frühindustrialisierung bis zur modernen Wirtschaft.
  • Das Haseschachtgebäude beherbergt Dauerausstellungen zur Erdgeschichte, Bergbau und industriellen Entwicklung Osnabrücks.

Tipps

  • Das Museum liegt am Piesberg, einem ehemaligen Bergbaugebiet – ein Spaziergang lohnt auch allein wegen des Ausblicks und der Industriedenkmäler.
  • Im Museum sind interaktive Exponate zur Regionalgeschichte und zur Erdgeschichte des Piesbergs zu sehen, ergänzt durch technische Geräte aus der Industrie.
  • Ein Teil des Geländes, etwa der Hasestollen, kann besichtigt werden – weitere Bereiche sind je nach Renovierung zeitweise geschlossen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Museum Industriekultur Osnabruck

Das Museum Industriekultur Osnabrück (MIK) befindet sich in der Stadt Osnabrück im Bundesland Niedersachsen und zählt zu den bedeutenden Kultur- und Bildungsstandorten der Region. Es liegt am Fuße des Piesbergs, eines ehemaligen Bergbaugebiets, das heute Teil des UNESCO Natur- und Geoparks TERRA.vita ist. Auf einem weitläufigen Gelände ehemaliger Bergbau- und Steinbruchanlagen präsentiert das Museum die industrielle Geschichte der Region und verbindet sie mit naturwissenschaftlichen Einblicken in die Erdgeschichte. Zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude laden dazu ein, Vergangenheit hautnah zu erleben.

Im Zentrum des Museums steht das historische Haseschachtgebäude, das ursprünglich als Kohleschachtanlage erbaut wurde und später unterschiedliche Funktionen erfüllte – von Unterkunft für Arbeiter bis hin zu Unterkunft für Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute beherbergt es die Dauerausstellung, die die Entwicklung Osnabrücks von einer bäuerlichen Stadt hin zu einem modernen Industriestandort nachzeichnet. Thematisch im Fokus stehen dabei der Steinkohlenbergbau, der Mythos Dampf, frühe Fabriken sowie die Frühindustrialisierung. Besonders eindrucksvoll sind die mechanisch funktionsfähigen Dampfmaschinen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, die in der Maschinenhalle zu sehen sind und über Riemenwerkzeuge historische Metallbearbeitungsmaschinen antreiben.

Ein besonderes Highlight des MIK ist die Möglichkeit, den historischen Hasestollen zu erkunden. Über einen gläsernen Fahrstuhl gelangen Besucherinnen und Besucher zunächst etwa 30 Meter tief unter die Erde, bevor sie den rund 300 Meter langen Stollen zu Fuß durchqueren können. Diese unterirdische Tour vermittelt hautnah das Leben und Arbeiten im Bergbau. Oberirdisch erwartet Besucher zudem eine beeindruckende Ausstellung zur Entstehung der Steinkohle am Piesberg sowie eine umfangreiche Fossiliensammlung, die die erdgeschichtliche Entwicklung des Standorts anschaulich darstellt.

Das Museum liegt unmittelbar neben einem aktiven Steinbruch, der durch verschiedene Rundwege besichtigt werden kann. Diese enge Verzahnung von Natur und Industriekultur macht das MIK zu einem einzigartigen Erlebnisort, an dem Geschichte lebendig wird. Neben der Dauerausstellung werden regelmäßig wechselnde Ausstellungen angeboten, die spezifische Aspekte der regionalen Industriegeschichte vertiefen. Das Museum ist gemeinnützig organisiert und wurde bereits mehrfach für seine hohe Qualität ausgezeichnet, zuletzt mit dem Museumsgütesiegel des Museumsverbands Niedersachsen und Bremen.

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