Großsteingrab Haaren 1
Highlights
- Großsteingrab Haaren 1 ist ein jungsteinzeitliches Ganggrab der Trichterbecherkultur, erbaut zwischen 3500 und 2800 v. Chr.
- Das Hünenbett ist 30 Meter lang, 6,5 Meter breit und birgt eine gut erhaltene Kammer mit 10,4 Metern Länge.
- Es liegt westlich von Dübberort, nahe Ostercappeln im Landkreis Osnabrück, Niedersachsen.
Tipps
- Das Großsteingrab Haaren 1 ist über einen nahen Wanderparkplatz im Wald gut zu Fuß erreichbar.
- Die Anlage liegt in einem Feld am Rand des Ortes Dübberort, umgeben von niedrigen Bäumen.
- Vom Parkplatz aus ist das Hünenbett mit einer Länge von 30 Metern und gut sichtbarer Steinumrandung bereits erkennbar.
Eigenschaften
Über Großsteingrab Haaren 1
Das Großsteingrab Haaren 1 ist eine bedeutende archäologische Anlage der Jungsteinzeit im niedersächsischen Ostercappeln, gelegen im Landkreis Osnabrück. Die Struktur gehört zur Trichterbecherkultur und entstand vermutlich zwischen dem 35. und 28. Jahrhundert vor Christus. Es zählt zu den sogenannten Hünenbetten und ist unter der Sprockhoff-Nummer 906 registriert. Die Anlage befindet sich westlich des Wohnplatzes Dübberort am Rand eines Ackers und ist Teil einer größeren Gruppe prähistorischer Grabhügel in der Region.
Das Grab weist eine Länge von etwa 30 Metern und eine Breite von 6,5 Metern auf, wobei die maximale Höhe der Hügelschüttung etwa einen Meter beträgt. Die nordwest-südöstlich orientierte Einfassung besteht aus insgesamt 24 Steinen, von denen die meisten noch an ihrem ursprünglichen Platz stehen. Im Inneren des Hügels befindet sich eine gut erhaltene Kammer vom Typ des Ganggrabes, die eine Länge von 10,4 Metern und eine Breite zwischen 1,5 und 1,7 Metern aufweist. Ursprünglich verfügte die Kammer über mehrere Wandsteine, Abschlusssteine sowie Decksteine, wobei nahezu alle Steine bis auf einen erhalten geblieben sind. Lediglich die meisten Wandsteine der Kammer und des Ganges sind heute im Erdreich verborgen.
Etwa 40 Meter südöstlich von Großsteingrab Haaren 1 wurden 1976 die Reste eines dritten Grabes entdeckt, welches heute nur noch als flacher, ovaler Hügel erkennbar ist. In unmittelbarer Nähe liegt zudem das Großsteingrab Haaren 2, etwa 320 Meter südwestlich im Wald gelegen. Zwischen Grab 1 und 2 befindet sich ein weiterer Grabhügel, und rund 500 Meter südöstlich der Anlage sind die sogenannten Sloopsteine von Haltern zu finden. Diese archäologischen Fundstellen verdeutlichen die Bedeutung der Region als Zentrum frühgeschichtlicher Bestattungskultur.
Das Großsteingrab Haaren 1 ist sowohl für seine architektonische Struktur als auch für seine landschaftliche Einbettung von Interesse. Es liegt offen in einem Feld, umgeben von niedrigen Bäumen, und ist von einem nahegelegenen Wanderparkplatz aus gut sichtbar. Besucher berichten, dass der Zugang einfach und ohne größere Wegehindernisse möglich ist. Die Stätte bietet einen anschaulichen Einblick in die Bestattungsbräuche der Jungsteinzeit und ist ein markantes Beispiel für die Megalithkultur der Trichterbecherzeit im norddeutschen Raum.