Schloss Stötterlingenburg
Eigenschaften
Ausflug Kultur Burg Schloss Stötterlingenburg Osterwieck
Das Schloss Stötterlingenburg befindet sich im Ortsteil Stötterlingenburg der Stadt Osterwieck im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Ursprünglich im 10. Jahrhundert als Burganlage errichtet, wurde das Gebäude im Laufe der Zeit zu einem Benediktinerkloster umgebaut. Diese Klostergründung datiert ins späte Mittelalter, und das Kloster stand unter besonderem päpstlichen Schutz. Bis ins 17. Jahrhundert gehörte die Region zum Bistum Halberstadt, das später zum Fürstentum avancierte. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster im 16. Jahrhundert aufgelöst.
Im 19. Jahrhundert gelangte das Anwesen in den Besitz des Grafen Kleist von Nollendorf, der sich durch militärische Verdienste hervorgetan hatte. Während der Völkerschlacht bei Leipzig kämpfte er erfolgreich im linken Flügel des preußischen Heeres. Später wurde er zum General der Infanterie befördert. Das heutige Herrenhaus des Schlosses entstand um 1920. In der DDR-Zeit wurde das Gelände aufgrund seiner Lage nahe der innerdeutschen Grenze zu einem Sperrgebiet, das nur mit Sondergenehmigung betreten werden durfte.
Heute ist von der ehemaligen Klosteranlage nur noch die Kirche erhalten. Das Schloss selbst zeigt deutliche Spuren des Verfalls, wenngleich der Turm in aufwendiger Restaurierung erhalten wurde. Besucher berichten von einem beeindruckenden, wenn auch traurigen Bild der Vergangenheit. Wildbewuchs hat weite Teile des Geländes überwuchert, und eine strukturierte Besichtigung ist derzeit nicht möglich. Lediglich eine Außenbesichtigung von öffentlichen Wegen aus ist möglich. Auch Hinweise oder Infotafeln sind nur unzureichend vorhanden, was den historischen Kontext für Besucher schwerer zugänglich macht.
Dennoch zieht die Stötterlingenburg interessierte Besucher an, etwa im Rahmen von Themenwanderungen oder aufgrund von Stempelstellen im Rahmen regionaler Kulturinitiativen. Die Anlage gilt als historische Sehenswürdigkeit und ist ein Zeugnis der wechselvollen Geschichte der Region. Obwohl keine Gastronomie oder Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort angeboten werden, lädt das Schloss mit seiner ruhigen Lage und dem landschaftlichen Umfeld zu einem kulturhistorischen Ausflug ein.