Denkmal/Gedenkstätte

Ehemalige Eisenerzgrube Katharinaglück

Lenzholzer Str. 41, 51515 Kürten

Highlights

  • Älteste Eisenerzgrube des Bensberger Erzreviers mit historischer Grubenanlage und Zechenhaus.
  • Tagebaugelände teilweise eingeebnet; alter Haldenweg als Wanderroute nach Miebach erhalten.
  • Familie Röhrig nutzte das Gelände ab den 1950ern für Wohnbau und Landschaftsgestaltung.

Tipps

  • Die interaktive Karte der Gemeinde Kürten ermöglicht eine digitale Voraborientierung und zeigt die genaue Lage der Grube sowie weitere kulturhistorische Objekte in der Umgebung an.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ehemalige Eisenerzgrube Katharinaglück – Kulturdenkmal Kürten

Die ehemalige Eisenerzgrube Katharinaglück in Kürten ist ein bedeutendes Zeugnis des Bergbaus im Bensberger Erzrevier und gilt als eine der ältesten Eisenerzgruben der Region. Die Geschichte des Geländes reicht bis in die frühe Bergbauzeit zurück, wobei die Grube über Jahrhunderte hinweg für die lokale Wirtschaft und Industrie von großer Bedeutung war. Besonders prägend war die Nutzung des Tagebaus, bei dem durch Abbau und Aufschüttung charakteristische Halden entstanden, die bis heute die Landschaft prägen.

Ein markantes Relikt aus dieser Zeit ist das Zechenhaus Katharinaglück, das im 20. Jahrhundert als Verwaltungs- und Wohngebäude diente. Die Familie Röhrig erwarb das Gelände in den 1950er Jahren und gestaltete es teilweise um, indem sie die Hügel des Tagebaus ebnete und auf einem aufgeschütteten Teil ein Wohnhaus errichtete. Der historische Weg zwischen den Halden ist bis heute als Wanderroute erhalten und führt nach Miebach und Steeg, was die Verbindung zwischen Industriegeschichte und Naturerlebnis besonders anschaulich macht.

Die Grube spielte nicht nur eine wirtschaftliche Rolle, sondern war auch mit sozialen und technischen Herausforderungen verbunden. Ein letzter Einbruch im frühen 21. Jahrhundert führte zu Schäden in der Nachkriegsiedlung Miebach, was die anhaltende Bedeutung des Geländes für die Region unterstreicht. Die Dokumentation der Grube erfolgt im Ortsarchiv des Geschichtsvereins Kürten und Umgebung, wo historische Unterlagen und Fotos aus den Jahren 2016 bis 2021 archiviert sind. Diese Quellen bieten Einblicke in die technische Entwicklung und das Leben der Menschen, die mit dem Bergbau verbunden waren.

Als kulturelles Denkmal verweist die Grube Katharinaglück auf die tief verwurzelte Bergbaukultur des Bergischen Landes. Sie steht im Kontext weiterer historischer Stätten wie Wegekreuzen und Mühlen, die in der Broschüre *„Kulturhistorische Zeugnisse in der Gemeinde Kürten“* zusammengefasst wurden. Besonders die Arbeitsgruppe Geschichte/Kulturhistorie Leitbild Kürten hat sich der Erhaltung und Vermittlung dieser Spuren verschrieben, um das kulturelle Erbe der Region lebendig zu halten. Ein Besuch vor Ort ermöglicht es, die Spuren der Industriegeschichte hautnah zu erleben und die Landschaft zwischen Tradition und Natur zu erkunden.

Die Grube ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Teil des interaktiven Kartenprojekts des Geschichtsvereins, das historische Objekte in Kürten digital vernetzt. Die Karte, erstellt von Stefanie Kurth, ermöglicht es, die Lage der Grube im Zusammenhang mit anderen Denkmälern zu verstehen und Routen für einen Besuch zu planen. Wer die Spuren der Vergangenheit selbst erkunden möchte, findet hier eine Verbindung aus Kultur, Geschichte und Natur – ein einzigartiges Erlebnis für Geschichtsinteressierte und Wanderfreunde.

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