Kirche/Kloster

Evangelische Kirche

73230 Kirchheim unter Teck-Nabern, 99334 Kirchheim unter Teck

Highlights

  • Die Johanneskirche in Nabern wurde im Jahr 1487 errichtet.
  • Das Gebäude war über Jahrhunderte die wichtigste Institution am Ort.
  • Die Kirche war früher von einer wehrhaften Mauer mit einem Tor im Turm umgeben.

Tipps

  • Die Johanneskirche zeichnet sich durch einen gotischen Chor aus, dessen Erbauung auf das Jahr 1487 datiert wird.
  • Das ortsbildprägende Gebäude verfügt über eine historische Bausubstanz aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Sakrale Kultur in Kirchheim unter Teck: Evangelische Kirche

Die Evangelische Kirche in Kirchheim unter Teck ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk und ein prägendes Element des lokalen Ortsbildes. Als eine der beständigsten Institutionen am Ort spiegelt sie die historische Entwicklung der Region wider. Besonders hervorzuheben ist die architektonische Gestaltung, wobei der gotische Chor stilistisch auf die Zeit des ausgehenden 15. Jahrhunderts hinweist. Eine Inschrift im Chorbogen belegt die Errichtung des Bauwerks im Jahr 1487.

Die Geschichte der Kirche ist eng mit der Besiedlung der Gegend verknüpft. Bereits in der Zeit, als das Gebiet der Alemannen dem Reich der Franken einverleibt wurde, prägte der einheimische Adel die Umgebung. Es wird angenommen, dass auf einem niedrigen Hügel jenseits des Gießnaubachs die erste Kapelle für den Adel und die Bauern errichtet wurde. Die Anlage war über die Jahrhunderte hinweg strategisch gesichert; so war die Kirche von einer wehrhaften, etwa vier Meter hohen und 60 Zentimeter dicken Mauer mit Ziegeldach umgeben, deren einziger Zugang über das Tor im Turm führte.

Ein interessantes Detail stellt der Turm dar, der möglicherweise als Wehrturm konzipiert war. Dies wird dadurch gestützt, dass sein Fachwerk nur zur Kirche hin offen lag, während die anderen drei Seiten vermutlich stets verputzt waren. Die Kirche ist zudem mit dem Namen Naborius verbunden, einem römischen Soldaten, der in Norditalien den Märtyrertod starb.

Neben ihrer historischen und architektonischen Bedeutung ist die Kirche heute ein lebendiger Ort der Gemeinschaft. Hier finden regelmäßige Treffen statt, die bereits seit Jahrzehnten eine feste Tradition haben. Besonders der sogenannte „Altenclub“ pflegt ein aktives Programm, zu dem auch regelmäßige Tagesausflüge im Frühsommer sowie Halbtagesausflüge im Herbst gehören. Mit einer Google-Bewertung von 4,50 von 5 Sternen bei 21 Rezensionen wird die Kirche von den Besuchern sehr geschätzt.

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