Denkmal/Gedenkstätte

Gedenkstätte Lübecker Märtyrer

Seitenschiff, 23554 Parade 4

Highlights

  • Gedenkstätte Lübecker Märtyrer in der Propsteikirche Herz Jesu (Parade 4) zeigt bis 30. November Original-Abschiedsbrief von Märtyrer Hermann Lange.
  • Rollstuhlgerechter Zugang; Sonderausstellung ‚Anfang und Ende aller Dinge‘ widmet sich vier ermordeten Geistlichen aus Lübecks Widerstand gegen NS-Regime.
  • Ausstellung präsentiert historische Quellen wie Homiletik-Werke von Anton Koch SJ aus vatikanischem Archiv – wissenschaftlich aufbereitet.

Tipps

  • Die Gedenkstätte bietet einen rollstuhlgerechten Zugang, der einen ungehinderten Besuch für alle ermöglicht.
  • In der Schatzkammer der Gedenkstätte wird bis zum 30. November die Sonderausstellung ‚Anfang und Ende aller Dinge‘ zum Märtyrer Hermann Lange gezeigt.
  • Das Original des Abschiedsbriefs von Hermann Lange, verfasst am Tag seiner Hinrichtung, gehört zu den ausstellungsrelevanten Dokumenten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Gedenkstätte Lübecker Märtyrer – Kulturdenkmal in Lübeck

Die Gedenkstätte Lübecker Märtyrer in der Parade 4 ist ein bedeutendes historisches Denkmal, das an vier katholische Geistliche erinnert, die während der NS-Zeit wegen ihres Widerstands gegen das Regime hingerichtet wurden. Das Ort ist eng mit der Propsteikirche Herz Jesu verbunden, in deren Seitenschiff die Ausstellung untergebracht ist. Die Gedenkstätte widmet sich der Aufarbeitung des Schicksals dieser „Märtyrer“, die als Zeugen ihres Glaubens und ihrer humanistischen Überzeugung galten.

Im Mittelpunkt der Präsentation steht die Auseinandersetzung mit den Lebenswegen und dem Martyrium der vier Priester, darunter der bekannte Hermann Lange. Seine Geschichte wird in der Sonderausstellung „Anfang und Ende aller Dinge“ besonders vertieft, die Originaldokumente wie seinen Abschiedsbrief an seine Familie ausstellt. Diese Schatzkammer bietet Einblicke in die persönlichen Motive und den spirituellen Hintergrund der Verfolgten, die sich bewusst für ihre Überzeugungen einsetzten.

Die Gedenkstätte verbindet sakrale und historische Elemente und dient als Ort der Erinnerung und des Nachdenkens. Durch die Verbindung von Archivmaterial, religiösen Artefakten und wissenschaftlichen Ausstellungen entsteht ein differenziertes Bild der Ereignisse. Besonders hervorgehoben werden die theologischen Werke, die einst im Besitz der Märtyrer standen, etwa die Homiletischen Quellenwerke des Jesuiten Anton Koch, die heute als Zeugnisse ihres geistlichen Erbes gelten.

Als Teil des kulturellen Erbes Lübecks trägt die Gedenkstätte dazu bei, die Geschichte der Verfolgung und des Widerstands im Nationalsozialismus lebendig zu halten. Sie lädt Besucher ein, sich mit den Schicksalen der vier Geistlichen auseinanderzusetzen und deren Vermächtnis als Mahnung für die Gegenwart zu würdigen. Die Ausstellungen sind dabei nicht nur historisch, sondern auch spirituell geprägt und spiegeln die Verbindung von Glauben und Zivilcourage wider.

Besonders erwähnenswert ist die barrierefreie Gestaltung der Gedenkstätte, die auch rollstuhlgerecht zugänglich ist. Damit wird sichergestellt, dass das Gedenken an die Lübecker Märtyrer für ein breites Publikum erlebbar bleibt – als Ort der Reflexion über Widerstand, Martyrium und die Bedeutung von Moral in Zeiten der Krise.

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