Stadtmuseum Neustadt an der Waldnaab
Tipps
- Das Stadtmuseum Neustadt an der Waldnaab informiert über die Geschichte der Kreisstadt und ihre Rolle im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald.
- Besonders sehenswert sind die Ausstellungen zur Stadtgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart sowie zur regionalen Kultur.
- Der Museumsstandort in der historischen Altstadt lädt zu einem Spaziergang durch die Gneislandschaft am Zusammenfluss von Waldnaab und Floß ein.
Eigenschaften
Über Stadtmuseum Neustadt an der Waldnaab
Das Stadtmuseum Neustadt an der Waldnaab befindet sich in der Kreisstadt Neustadt an der Waldnaab im bayerischen Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Es dokumentiert die lokale Geschichte der flächenmäßig kleinsten Kreisstadt Bayerns und bietet Einblicke in die Entwicklung der Region vom frühen Menschheitsaufenthalt bis in die Neuzeit. Die Stadt liegt im Oberpfälzer Wald, unweit der Mündung der Floß in die Waldnaab und zählt zu den geschichtsträchtigen Orten der Oberpfalz.
Die Ausstellungsbestände umfassen archäologische Funde aus dem Endpaläolithikum und Mesolithikum, die das früheste menschliche Leben im Stadtgebiet belegen. Weitere Schwerpunkte sind die Stadtgründung im Mittelalter, die Lehensherrschaft verschiedener Adelsgeschlechter sowie die Zeit unter böhmischem Einfluss. Besondere Beachtung finden die Rolle der Grafen von Störnstein und später der Fürsten von Lobkowitz, die maßgeblich an der territorialen Entwicklung beteiligt waren. Die Auflösung der reichsunmittelbaren Herrschaften im Zuge des Rheinbundes und der Übergang an das Königreich Bayern sind weitere zentrale Themen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt, insbesondere durch die Ansiedlung der Glashüttenindustrie im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Spiegelglashütte Schrenk sowie die Frank'sche Glashütte prägten über Jahrzehnte das Stadtbild und die wirtschaftliche Struktur. Diese Industriebranche wird im Museum anhand von Exponaten, Dokumenten und fotografischem Material dargestellt. Die Sammlung verdeutlicht den Wandel von der handwerklichen Produktion hin zur modernen Industrie und deren Bedeutung für die Region.
Die städtebauliche Entwicklung wird durch Modelle, Pläne und historische Ansichten veranschaulicht. Dabei wird der Gneisrücken, auf dem die Altstadt liegt, ebenso thematisiert wie die späteren Erweiterungen im Zuge des Bevölkerungswachstums. Die Gemeindeteile Mühlberg, Bergmühle und Radschinmühle sind integraler Bestandteil der städtischen Entwicklung und werden in ihren historischen Bezügen berücksichtigt.
Das Museum trägt zur Erhaltung und Vermittlung des kulturellen Erbes der Region bei. Es erschließt historische Zusammenhänge und zeigt gesellschaftliche wie wirtschaftliche Entwicklungen, die die Stadt und ihre Bewohner geprägt haben. Die Darstellung erfolgt sachlich und anschaulich, mit Fokus auf regionale Eigenständigkeit und langfristige historische Prozesse.