Höhle

Höhle am Buchenberg

92331 Parsberg

Highlights

  • Die Höhle am Buchenberg ist Teil einer urnenfelderzeitlichen Höhensiedlung im oberpfälzischen Parsberg.
  • Der Ringwall umschließt 24 Hektar und zeigt Spuren aus der Bronze- und Latènezeit.
  • Archäologische Funde belegen eine dreiperiodige Besiedlung der Anlage.

Tipps

  • Ein Spaziergang im Wald rund um den Buchenberg lohnt sich für den Blick auf die Umgebung.
  • Die archäologische Anlage ist als Bodendenkmal mit Funden aus der Urnenfelderzeit dokumentiert.
  • Der Ringwall lässt sich gut zu Fuß erkunden, teils über Felsen und durch Waldgebiet.

Eigenschaften

Outdoor Ganzjährig

Über Höhle am Buchenberg

Die Höhle am Buchenberg liegt im landschaftlich reizvollen Gebiet des Landkreises Neumarkt in der Oberpfalz, unweit der Stadt Parsberg. Sie ist Teil des Ringwalls Buchenberg, einer vorgeschichtlichen Befestigungsanlage auf dem Buchberg im Staatswaldbezirk Buchenberge. Diese archäologische Stätte zählt zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Region und ist im Bayernatlas als urnenfelderzeitliche Höhensiedlung mit archäologischen Funden verzeichnet. Die Anlage befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Ortsteil Hackenhofen.

Der Buchenberg wird von einem etwa 24 Hektar umfassenden, dreiviertelkreisförmigen Wall umgeben, der teilweise auf Dolomitfelsen errichtet wurde. Im Südwesten des Rings befindet sich die sogenannte Höhle H 44, welche archäologische Befunde beherbergt. Die Befestigungsanlage gliedert sich in eine obere und eine untere Burg, die einst durch eine Palisade voneinander getrennt waren. Der Wall selbst besteht vermutlich aus einer Kombination aus Steinmauern und einer Holz-Erde-Konstruktion, was auf eine komplexe und langfristige Besiedlung hindeutet.

Die Entstehung des Ringwalls reicht weit in die Bronzezeit zurück. Funde weisen auf eine Nutzung während mehrerer Kulturperioden hin, darunter die Urnenfelder- und Hallstattzeit sowie später die Latènezeit. Unter anderem wurden Tongefäße, bronzezeitliche Pfeilspitzen sowie ein prähistorischer Peschieradolch entdeckt. Diese Funde belegen die Bedeutung der Anlage als Wohn- und möglicherweise auch als Kult- oder Wehrstätte. Die bisweilen fälschlich als „Keltenschanze“ bezeichnete Anlage widerspricht heute gängigen Deutungen, die eine Nutzung ausschließlich als Fliehburg ablehnen.

Die Höhle am Buchenberg ist über einen markierten Wanderweg erreichbar, der sich durch den umliegenden Wald zum Höhenrücken erstreckt. Der Weg bietet nicht nur Zugang zur archäologischen Stätte, sondern auch lohnenswerte Ausblicke in das Tal der Schwarzen Laber. Wanderer berichten von einem eindrucksvollen Spaziergang mit abwechslungsreicher Waldlandschaft und lohnenden Rundblicken. Die unmittelbare Umgebung lädt zu einer ruhigen Erkundung des Geländes und der historischen Strukturen ein.

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