Höhle

Wasserstein-Durchgangshöhle

91282 Betzenstein

Highlights

  • Die Wasserstein-Durchgangshöhle ist ein 12 Meter tiefes Felsentor im Naturdenkmal Großer Wasserstein bei Betzenstein.
  • Sie diente vermutlich steinzeitlichen Jägern als Zufluchtsstätte und ist archäologisch belegt.

Tipps

  • Vom Wanderparkplatz aus führt ein gut ausgeschnittener Pfad in etwa 10–15 Minuten zur Felsgruppe.
  • Das Wassersteintor ist eine eindrucksvolle Naturbrücke und lohnt als Zwischenstopp bei Wanderungen in der Gegend.
  • Im Winter bieten sich Eiszapfen in der Höhle sowie abwechslungsreiche Felsenlandschaften für kurze Entdeckungstouren an.

Eigenschaften

Outdoor Ganzjährig

Über Wasserstein-Durchgangshöhle

Die Wasserstein-Durchgangshöhle befindet sich am Großen Wasserstein, einer etwa 25 Hektar großen Felsgruppe im Landkreis Bayreuth in Bayern. Diese geologische Besonderheit liegt nordöstlich von Kröttenhof, einem Ortsteil der Stadt Betzenstein, und zählt zu den markanten Naturdenkmälern der Region. Die Felsen bestehen aus Riffdolomit und erheben sich auf einer Höhe von rund 520 Metern über dem Meeresspiegel. Die Landschaft rund um den Großen Wasserstein gehört zum Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura und ist sowohl landschaftlich als auch archäologisch von Bedeutung.

Das zentrale Merkmal der Felsgruppe ist das Wassersteintor, eine natürliche Durchgangshöhle, die etwa 12 Meter tief und an seiner breitesten Stelle bis zu 7,50 Meter misst. Die Felsbrücke ist bis zu sechs Meter hoch und zählt zu den eindrucksvollsten geologischen Formationen der Gegend. Archäologische Funde belegen, dass die Höhle in vorgeschichtlicher Zeit als Zuflucht für steinzeitliche Jäger diente. Funde aus verschiedenen Epochen, darunter der Mesolithikum, Neolithikum sowie der Hallstatt- und Latènezeit, machen die Durchgangshöhle zu einem archäologisch bedeutsamen Bodendenkmal. Die Höhle ist offiziell unter der Nummer D-4-6334-0016 als Denkmal erfasst und im Höhlenkataster der Fränkischen Alb registriert.

Neben der Durchgangshöhle gibt es weitere interessante Felsformationen in unmittelbarer Nähe. Nördlich des Wassersteintors befindet sich ein kleineres Höhlensystem mit einem etwa zehn Meter hohen Überhang, der über Treppen zugänglich ist. Östlich liegt die Wassersteingrotte, ein etwa 15 Meter langer Felsüberhang, der durch natürliche Pfeiler strukturiert wird. In diesem Bereich wurden auch Fossilien der eiszeitlichen Knirpsspitzmaus entdeckt, eines der kleinsten Säugetiere Europas. Südlich der Felsgruppe erstreckt sich die Buchnerhöhle, eine weitere karstige Höhle, die ebenfalls Teil des regionalen Höhlensystems ist. Diese Höhlenlandschaft entstand durch Verwitterungsprozesse im Zuge der Jura-Vergangenheit der Region.

Die Felsformationen am Großen Wasserstein sind über einen gut ausgebauten Waldweg erreichbar, der von einem nahegelegenen Wanderparkplatz aus führt. Der Anstieg dauert etwa zehn bis fünfzehn Minuten und führt durch ein abwechslungsreiches Mischwaldgebiet. Im Winter bieten sich besonders eindrucksvolle Einblicke, wenn Eiszapfen an den Felswänden hängen. Die Gegend ist nicht nur für Wanderer, sondern auch für Kletterbegeisterte interessant, da einige Routen am Felsen markiert sind. Die Kombination aus geologischen Besonderheiten, archäologischen Spuren und landschaftlicher Vielfalt macht den Großen Wasserstein zu einem lohnenswerten Ausflugsziel in der Fränkischen Schweiz.

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