Heilig Kreuz
Highlights
- Sie zählt zu den Baudenkmälern und zeigt barocke Deckenmalereien sowie ein Kruzifixus aus dem 17. Jahrhundert.
- Die Kapelle liegt im Dekanat Weilheim-Schongau des Bistums Augsburg und ist über quadratischem Grundriss mit Exedren angelegt.
Tipps
- Die barocke Kapelle Heilig Kreuz in Schongau liegt direkt unterhalb des Maxtores und ist nur von außen zugänglich.
- Die Deckenmalereien im Anbau zeigen Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu und wurden 1725 von Johann Georg Lederer ausgeführt.
- Die Kirche wurde 1690 bis 1693 nach Plänen von Johann Schmuzer als steinerne Kapelle errichtet und ist seitdem Wallfahrtsort.
Eigenschaften
Über Heilig Kreuz
Die Kapelle Heilig Kreuz in Schongau zählt zu den bedeutenden sakralen Baudenkmälern der Region und ist ein Zentralbau mit quadratischem Grundriss und barocken Ausstattungselementen. Sie steht unterhalb des Maxtores und ist sowohl architektonisch als auch kunsthistorisch von besonderem Wert. Errichtet wurde die heutige Steinbaukapelle im späten 17. Jahrhundert nach Plänen von Johann Schmuzer, nachdem zuvor eine hölzerne Vorgängerkapelle aus dem frühen 17. Jahrhundert bestanden hatte. Diese entstand auf Initiative des Schongauer Gerichtspflegers Johann Joachim Westacher und wurde rasch zu einem Wallfahrtsort, als Gläubige von Wunderheilungen berichteten.
Die barocke Architektur der Kapelle wird durch vier Exedren geprägt, die den Grundriss des Zentralbaus strukturieren. Im Jahr darauf folgte ein Anbau mit Mansarddach und Dachreiter, der die westliche Seite erweiterte. Deckenmalereien von Johann Georg Lederer aus dem Jahr 1725 zieren den Anbau und zeigen Motive aus der Leidensgeschichte Christi. Dazu gehören Symbole wie die Martersäule, der Speer, die Geißel, der Schwamm, das Schweißtuch und der Hahn – ergänzt durch Engel mit Bibelstellen zum Kreuzesthema. Im älteren Teil der Kapelle dominieren Gemälde mit Szenen aus dem Alten Testament, darunter die kupferne Schlange aus der Buch des Numeri, die als Vorfigur des Kreuzestodes interpretiert wird.
Im Hochaltar von 1821 befindet sich eine große Nische mit einem Kruzifixus aus dem 17. Jahrhundert, vor einem Hintergrund von Nikolaus Augner. Die Darstellung zeigt Maria Magdalena am Fuß des Kreuzes sowie die Stadt Jerusalem. Seitlich der Nische stehen die Figuren der Maria und des Johannes, die auf das Kreuz hinweisen. Diese Assistenzfiguren stammen von Johann Pöllandt und wurden 1686 geschaffen. Die kunstvolle Ausstattung der Kapelle spiegelt die Bedeutung der Stätte als Ort der Andacht und Erinnerung an das Leiden Christi wider.
Die Kapelle Heilig Kreuz ist als Baudenkmal unter der Nummer D-1-90-148-2 in der Denkmalliste der Stadt Schongau verzeichnet. Sie gehört zum Dekanat Weilheim-Schongau im Bistum Augsburg. Die Pfarreiengemeinschaft Schongau dokumentiert die historische Entwicklung und religiöse Bedeutung der Kapelle. Besucher berichten von einer besonderen Atmosphäre, auch wenn der Zugang zur Kapelle nur von außen möglich ist. Die unmittelbare Lage unterhalb des Maxtores macht sie zu einem markanten Punkt im Stadtbild von Schongau.