Museum

Museum Penzberg - Sammlung Campendonk

Am Museum 1, 82377 Penzberg, Deutschland

Highlights

  • Das Museum Penzberg zeigt die weltweit größte Sammlung von Heinrich Campendonk, einem Mitglied der Künstlergruppe „Blauer Reiter“.
  • Bekannt für seine Hinterglasmalereien und expressionistischen Werke, die oft von seiner Zeit in der Region beeinflusst wurden.
  • Neben der Kunstsammlung dokumentiert das Museum auch die Stadtgeschichte, darunter die Penzberger Mordnacht und das Leben der Bergarbeiter.

Tipps

  • Das Museum zeigt eine umfangreiche Sammlung von Heinrich Campendonk, einem bedeutenden Künstler des 'Blauen Reiters'.
  • Besucher finden beeindruckende Werke wie Ölgemälde, Aquarelle und Hinterglasbilder, vor allem mit dem Motiv der Farbe Blau.
  • Ein besonderes Highlight ist die Sonderausstellung 'Campendonk malt Blau', die bis Juni 2026 zu sehen ist.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Museum Penzberg - Sammlung Campendonk

Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk beherbergt die weltweit größte Zusammenstellung von Werken des expressionistischen Malers Heinrich Campendonk. Der Künstler, der als Jüngster der Gruppe „Blauer Reiter“ bekannt wurde, lebte ab dem Jahr 1911 in Bayern und fand in der ehemaligen Bergwerksstadt Penzberg reichhaltige Motive für seine künstlerische Arbeit. Seine leuchtenden Farben, abstrakte Formen und besonders die faszinierenden Hinterglasbilder zählen heute zu den Schwerpunkten der Dauerausstellung.

Das Museum befindet sich in einem denkmalgeschützten Bergarbeiterhaus, das 2016 durch einen zeitgemäß gestalteten Zwillingsbau mit dunkler Klinkerfassade erweitert wurde. Diese architektonische Ergänzung hat sich zu einer modernen Akzentsetzung im Stadtbild entwickelt. Im Altbau werden nicht nur Kunstwerke aus allen Schaffensphasen Campendonks gezeigt, sondern auch die Stadtgeschichte Penzbergs museal aufbereitet. Dazu gehören die Rekonstruktion einer Bergarbeiterwohnung um 1920 sowie eine Ausstellung zum historischen Ereignis der sogenannten „Penzberger Mordnacht“ im Jahr 1945.

Die Sammlung umfasst Gemälde, Aquarelle und großformatige Hinterglasmalereien, die einen tiefen Einblick in Campendonks künstlerische Vielseitigkeit gewähren. Neben seinen landschaftlichen Motiven und Tierdarstellungen beeindrucken vor allem seine detailreichen Hinterglasbilder durch handwerkliche Präzision und ästhetische Kraft. Die Werke spiegeln die besondere Verbindung wider, die Campendonk zur Region knüpfte – geprägt von den Koloniehäusern, Schornsteinen und Förderanlagen der Bergwerksstadt.

Neben der Campendonk-Sammlung zeigt das Museum wechselnde Sonderausstellungen, die sich mit einzelnen Aspekten seines Werks beschäftigen. Auch andere Strömungen der klassischen Moderne finden in Form von Dauerleihgaben und zeitweiligen Präsentationen Eingang in das Programm. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit der Ernst von Siemens Kunststiftung, die dem Haus eine bedeutende Postkartensammlung Campendonks dauerhaft zur Verfügung stellt.

Die museale Erweiterung um die Stadtgeschichte macht das Museum zu einem Ort, der sowohl künstlerische als auch historische Spurensuche ermöglicht. Die sensible Präsentation der „Penzberger Mordnacht“ erinnert an die Opfer eines totalitären Regimes und dokumentiert einen bedrückenden Moment der lokalen Geschichte. In Verbindung mit kulturellen Veranstaltungen, Führungen und Workshops wird das Museum zu einem lebendigen Ort des Gedenkens und der Auseinandersetzung mit regionaler wie überregionaler Kultur.

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