Denkmal/Gedenkstätte

Johann Zenk

Am Museum 1, 82377 Penzberg

Highlights

  • Johann Zenk war ein bedeutender Förderer der Kultur in Penzberg.
  • Er engagierte sich besonders für die Entwicklung des Museums Penzberg – Sammlung Campendonk.
  • Sein Wirken half, die Stadtgeschichte und regionale Kunst zu bewahren und sichtbar zu machen.

Tipps

  • Das Museum liegt zentral in Penzberg und ist auch über die Radtour „Kultur-Radeln im Alpenvorland“ erreichbar – eine lohnenswerte Kombination aus Museumsbesuch und Naturerlebnis.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Johann Zenk

Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk widmet sich dem künstlerischen Schaffen von Heinrich Campendonk, einem zentralen Vertreter der expressionistischen Künstlergruppe „Blauer Reiter“. Der Maler, der bereits früh von der Bergwerksstadt Penzberg fasziniert war, schuf hier zahlreiche Werke, die Motive aus der Industrielandschaft und dem Alltagsleben aufgriffen. Das Museum beherbergt die weltweit größte Sammlung seiner Werke, darunter Gemälde, Aquarelle sowie besonders beeindruckende Hinterglasbilder, die durch ihre leuchtenden Farben und detailreiche Gestaltung bestechen.

Das Museumsgebäude selbst ist ein architektonisches Zeugnis der Stadtgeschichte: Im denkmalgeschützten Altbau handelt es sich ursprünglich um ein ehemaliges Bergarbeiterhaus, das als „Werkshaus“ für Bergleutefamilien errichtet wurde. 2016 wurde das Gebäude durch einen modernen Zwillingsbau mit dunkler Klinkerfassade ergänzt, der nun ebenfalls zu einem markanten Teil des Stadtbildes gehört. In der Dauerausstellung ist unter anderem eine originalgetreu rekonstruierte Bergarbeiterwohnung aus dem frühen 20. Jahrhundert zu sehen, die Einblicke in das Leben der Arbeiterschaft gibt.

Neben der Kunst und Kulturgeschichte widmet sich das Museum auch einem dunklen Kapitel der lokalen Vergangenheit: Die „Penzberger Mordnacht“ im April des Jahres 1945 wird in einer eindrucksvollen Dauerausstellung aufgearbeitet. In dieser Nacht wurden 16 Zivilisten von fanatischen NS-Anhängern ermordet, weil sie den geplanten Sprengungen des Bergwerks entgegenwirkten. Eine Installation mit den Umrissen der Opfer sowie Dokumentationen und Medienstationen erinnern eindringlich an dieses Ereignis und würdigen den Mut der Opfer.

Das Museum versteht sich nicht nur als Ort der Kunst, sondern auch als kulturelles Zentrum, das regionale Geschichte lebendig werden lässt. Regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, Führungen und kulturelle Veranstaltungen laden dazu ein, sich intensiv mit dem Werk Campendonks und der Entwicklung der Region auseinanderzusetzen. Besucher loben die hochwertige Präsentation, das fundierte Fachwissen des Personals und die gelungene Verbindung von Kunst, Geschichte und Regionalität.

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