Mariä Himmelfahrt
Highlights
- Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Perach wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist als Baudenkmal registriert.
- Das Kirchengebäude verfügt über ein romanisches Langhaus, einen gotischen Chor und einen Turm mit Zwiebelhaube.
- Im Innenraum befinden sich ein barockes Altarretabel und Glasmalereien aus dem 15. Jahrhundert.
Tipps
- Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Perach verfügt über ein Allerseelenkammerl neben dem Haupteingang, das besondere Aufmerksamkeit verdient.
- Im Chor der gotischen Saalkirche sind Reste mittelalterlicher Glasmalereien aus dem 15. Jahrhundert zu sehen.
- Die barocke Hochaltarretabel mit gedrehten Säulen sowie das Netzgewölbe im Innenraum sind sehenswerte architektonische Besonderheiten.
Eigenschaften
Über Mariä Himmelfahrt
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Perach im Landkreis Altötting ist ein sakraler Ort von historischer und architektonischer Bedeutung. Die römisch-katholische Kirche zählt zu den Baudenkmälern der Gemeinde und ist dem Dekanat Altötting im Bistum Passau zugeordnet. Sie steht als Zeugnis mittelalterlicher Baukunst und späterer Umbauten in einer ländlichen Gemeinde, die zur traditionsreichen Wallfahrtsregion um Altötting gehört.
Der Kirchenbau vereint verschiedene Epochen. Ursprünglich im 13. Jahrhundert errichtet, wurden romanische Bauteile einbezogen, bevor die Kirche im 15. Jahrhundert umgestaltet wurde. Das Langhaus mit fünf Jochen sowie der dreiseitig geschlossene Chor im Osten werden durch Strebepfeiler gestützt. Im Westen erhebt sich ein Turm mit doppelter Zwiebelhaube, in dessen oberstem Geschoss sich der Glockenstuhl mit vier Glocken und eine Turmuhr befinden. 1982 wurde an der Nordseite ein Seitenschiff angefügt, das den Innenraum erweitert.
Der Innenraum der Kirche ist mit einem Netzgewölbe überspannt. Der Hochaltar, um das Jahr 1700 entstanden, zeigt ein Altarretabel, das von gedrehten Säulen flankiert wird. Im Chor sind Fragmente von Glasmalereien aus dem 15. Jahrhundert erhalten geblieben, die kunsthistorisch wertvoll sind. Die heutige Orgel stammt aus dem Jahr 1983 und wurde vom Orgelbauer Pirchner erbaut. Besucher weisen auf das Allerseelenkammerl neben dem Haupteingang als eine bemerkenswerte Eigenheit des Ortes hin.
Die Kirche bleibt ein aktiver Ort des Glaubens und beherbergt regelmäßig Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen im Rahmen des Pfarrverbands Reischach. Die Sakralbauten der Region, darunter auch Filialkirchen wie St. Andreas in Niederperach, sind Teil eines lebendigen pastoralen Netzwerks, das bis nach Altötting reicht. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt verkörpert damit sowohl architektonische Kontinuität als auch religiöse Lebendigkeit in der Gemeinde.