Wasserturm
Highlights
- Der Wasserturm Peseckendorf wurde ursprünglich als Aussichtsturm errichtet und diente später der Wasserversorgung des Schlosses.
- Das Bauwerk ist heute denkmalgeschützt, ungenutzt und wird nur zu besonderen Anlässen geöffnet.
- Eine Gedenktafel für den Botaniker Johann Thal soll zukünftig an den Turm erinnern.
Tipps
- Der Wasserturm ist heute nur bei Führungen oder zum Tag des offenen Denkmals zugänglich.
- Ein Brunnen in unmittelbarer Nähe des Turmes versorgte einst das Schloss mit Wasser.
- Der Turm kann nicht bestiegen werden, da keine Holztreppe oder andere Einbauten vorhanden sind.
Eigenschaften
Ausflug zum Wasserturm in Peseckendorf – Kultur und Denkmal erleben
Der Wasserturm von Peseckendorf zählt zu den bemerkenswerten Kulturdenkmälern im sachsen-anhaltinischen Teil der Magdeburger Börde. Er steht im Ortsteil Peseckendorf, der heute zur Stadt Oschersleben (Bode) gehört, und ist ein eindrucksvolles Zeugnis der regionalen Bau- und Kulturgeschichte. Ursprünglich im ausgehenden 19. Jahrhundert als Aussichtsturm errichtet, erhielt das Gebäude einige Jahrzehnte später eine neue Funktion als Wasserturm, die es bis in die jüngere Vergangenheit erfüllte. Heute ist das denkmalgeschützte Bauwerk ungenutzt, jedoch inzwischen saniert und ein beliebtes Ausflugsziel für Interessierte der Regionalgeschichte.
Die Geschichte des Turms ist eng mit dem nahegelegenen Renaissanceschloss verbunden, das seit dem frühen 20. Jahrhundert als markantes Gebäude im Schlosspark thront. Der Turm selbst wurde auf einem der charakteristischen Hügel des Parks erbaut, von dem aus ein weithin reichender Blick über die umliegende Landschaft möglich war. In dieser Zeit diente er als Aussichtspunkt mit Blick auf die nahegelegene Stadt Oschersleben (Bode) und bei klarem Wetter sogar bis zu den Domen von Magdeburg. Spätestens im Zuge der Errichtung des heutigen Schlosses wurde der Turm in einen funktionstüchtigen Wasserturm umgewandelt, der das Schlossgelände mit Trinkwasser versorgte. Dazu wurde Wasser aus einem direkt neben dem Turm gelegenen Brunnen gefördert, dessen Fundament noch heute erhalten ist.
Nach dem Ausbau moderner Wasserversorgungsanlagen im Zuge der Nachkriegszeit verlor der Turm seine ursprüngliche Funktion und fiel mehreren Jahrzehnten lang dem Verfall anheim. Dank der Initiative des Kultur- und Heimatvereins Peseckendorf wurde der Wasserturm um das Jahr 2000 einer umfassenden Sanierung unterzogen. Diese Restaurierung sicherte den Erhalt des historischen Bauwerks und ermöglichte es, ihn gelegentlich für Führungen oder im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“ für Besucher zu öffnen. Allerdings fehlen im Inneren des Turms heute jegliche Einbauten wie etwa die ehemalige Holztreppe, weshalb ein Betreten der oberen Ebenen nicht möglich ist.
Ein besonderer Aspekt der Gegenwartsgeschichte des Wasserturms ist die geplante Gedenktafel für den Botaniker Johann Thal. Im Rahmen eines Projekts des Gymnasiums Oschersleben wurde 2017 ein Entwurf für eine solche Tafel ausgewählt, die künftig an den Turm angebracht werden soll. Johann Thal starb im 17. Jahrhundert während eines Besuchs des Grafen von der Asseburg in Peseckendorf infolge eines Unfalls. Die Gedenktafel wird somit nicht nur den Turm selbst, sondern auch die vielschichtige Geschichte des Ortes würdigen.
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Häufige Fragen zu Wasserturm
Was ist der Wasserturm Peseckendorf?
Quelle: wikipedia
Wann wurde der Wasserturm in Peseckendorf gebaut?
Quelle: wikipedia
Welche Funktion hat der Wasserturm heute?
Quelle: wikipedia
Gibt es Pläne zur Nutzung oder Gedenktafel am Wasserturm?
Quelle: wikipedia