Kirche/Kloster

Augustinerchorherrenstift Petersberg (früher Lauterberg)

Bergweg 11, 06193 Petersberg

Highlights

  • Das Augustinerchorherrenstift Petersberg wurde 1124 gegründet und beherbergt die Grabstätte Konrad des Großen.
  • Es ist die höchste Erhebung des Saalekreises und wurde früher Lauterberg genannt.
  • Seit 1999 ist es ein Kloster der Communität Christusbruderschaft Selbitz.

Tipps

  • Ein Spaziergang durch das Klosterareal lohnt sich besonders für die historische Atmosphäre und den Panoramablick vom Petersberg.
  • Die Stiftskirche St. Peter ist sehenswert, insbesondere das monumentale Kenotaph und der sandsteinerne Kreuzigungskristus.
  • Das Gelände lädt zum Verweilen ein, ideal für einen kurzen Ausflug aus Halle oder Köthen kommend.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Augustinerchorherrenstift Petersberg (früher Lauterberg)

Das Augustinerchorherrenstift Petersberg, früher auch als Kloster Lauterberg bekannt, thront auf der höchsten Erhebung des Saalekreises in Sachsen-Anhalt. Diese historische Anlage befindet sich in der Gemeinde Petersberg und beherbergt die Stiftskirche St. Peter, die heute sowohl als Gottesdienststätte des Klosters als auch als Pfarrkirche der evangelischen Gemeinde dient. Die Lage des Klosters auf dem Petersberg bietet einen weiten Blick über das Umland und verleiht dem Ort eine besondere Atmosphäre, die Besucher zum Verweilen einlädt.

Die Geschichte des Klosters reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits im frühen Mittelalter war der Berg als slawische Kultstätte bekannt, bevor im Jahrhundert danach eine christliche Kapelle errichtet wurde. Um 1124 gründeten Graf Dedo IV. von Wettin und sein Bruder Markgraf Konrad von Meißen das Augustiner-Chorherrenstift, das unter anderem als Begräbnisstätte der Wettiner diente. Zu den bedeutendsten Grabstätten zählt diejenige Konrads des Großen und seiner Frau Luitgard. Die ursprüngliche Kapelle wurde später durch die Stiftsbasilika St. Peter ersetzt, deren Bau kurz nach der Klostergründung begann und bis ins 12. Jahrhundert andauerte.

Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die Kirche mehrere Zerstörungen und Umbauten. Besonders verheerend war ein Brand im 16. Jahrhundert, der große Teile des Bauwerks zerstörte. Ein umfassender Wiederaufbau erfolgte im 19. Jahrhundert, wobei viele Elemente der ursprünglichen romanischen Architektur erhalten blieben oder nachgebildet wurden. Heute präsentiert sich die Stiftskirche als dreischiffige Basilika mit Westturm und beeindruckenden Innenausstattungen, darunter das monumentale Kenotaph Konrads des Großen sowie ein überlebensgroßes Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert.

Seit 1999 ist die Stiftskirche in der Trägerschaft der Communität Christusbruderschaft Selbitz, einem evangelischen Orden, der sich der Gemeinschaft, Armut, Keuschheit und Gehorsam verschrieben hat. Neben der religiösen Nutzung dient das Gelände auch als kultureller Raum für kirchliche Veranstaltungen und Konzerte. Die Pflege des Klosters und seiner Traditionen erfolgt durch die Kirchliche Stiftung Petersberg. Die Anlage lädt mit ihrer ruhigen Atmosphäre, dem gepflegten Gelände und dem beeindruckenden Ausblick zu Besuchen und Spaziergängen ein.

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