Denkmal/Gedenkstätte

7. Burgfriedenstein

85276 Pfaffenhofen an der Ilm

Highlights

  • Burgfriedenstein zählt zu den historischen Baudenkmälern von Pfaffenhofen an der Ilm.
  • Der Steinfried des Burghügels ist ein erhaltener Teil der mittelalterlichen Ringmauer aus dem 15. Jahrhundert.
  • Das Ensemble um den Hauptplatz zeigt die städtebauliche Entwicklung seit dem Mittelalter.

Tipps

  • Eintritt nur über geführte Besichtigungen möglich.
  • Parkplatz in der Nähe des Ensembles Hauptplatz begrenzt.
  • Führungen sollten rechtzeitig vorab angefragt werden.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Historisches Burgfriedenstein in Pfaffenhofen an der Ilm entdecken

Die Burgfriedenstein in Pfaffenhofen an der Ilm zählt zu den bedeutenden historischen Baudenkmälern der Stadt und ist ein ehemaliger Bestandteil der mittelalterlichen Stadtanlage. Obwohl heute nur noch Spuren der ursprünglichen Anlage erhalten sind, zeugt der Name des Geländes noch immer von der ehemaligen Burg, die maßgeblich zur Entwicklung Pfaffenhofens beigetragen hat. Die Burg stand vermutlich im Bereich des sogenannten „Hofberg“ und bot der umliegenden Siedlung Schutz, wodurch sich Pfaffenhofen im Laufe der Zeit zu einem wichtigen Marktzentrum entwickeln konnte. Die erste urkundliche Erwähnung Pfaffenhofens erfolgte im Mittelalter. Die enge Verbindung zur bayerischen Herrscherfamilie der Wittelsbacher förderte den Aufstieg des Ortes. Es wird angenommen, dass Herzog Ludwig der Kelheimer eine entscheidende Rolle bei der Gründung des Marktes spielte. Die Burgfriedenstein war somit nicht nur militärischer Schutzpunkt, sondern auch Ausgangspunkt für die städtische Entwicklung. In der Spätphase des Mittelalters wird erstmals der Bau einer Ringmauer erwähnt, die den damaligen Ortskern umgab und eng mit der Sicherheit und Struktur der Siedlung verbunden war. Heute befindet sich an der Stelle der ehemaligen Burganlage das Landratsamt sowie das Rentamt, direkt am Hauptplatz – dem zentralen Punkt der historischen Altstadt. Der Platz selbst ist etwa 300 Meter lang und 40 Meter breit und verbindet wichtige Bauwerke wie das neugotische Rathaus aus den Jahren 1865/68 und den Neurenaissancebau im Westen. Die nördliche Seite des Platzes, auf der auch die Burgfriedenstein lag, ist geradlinig angelegt, während die südliche Seite den Grundriss eines ursprünglichen Haufendorfes widerspiegelt. Diese unterschiedliche städtebauliche Struktur verdeutlicht die historische Entwicklung aus einer kleinen Burgsiedlung hin zu einer planmäßig erweiterten Stadt. Die Burgfriedenstein ist somit ein stilles Zeugnis der mittelalterlichen Stadtentwicklung und ein wichtiger Bestandteil des Ensembles um den Pfaffenhofener Hauptplatz. Ihre Bedeutung liegt weniger in erhaltenen Bauten denn in der räumlichen und historischen Verortung innerhalb des städtischen Gefüges. Die Anlage verdeutlicht den engen Zusammenhang zwischen Adelsherrschaft, Stadtwerdung und bürgerlicher Entwicklung im mittelalterlichen Bayern.

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Häufige Fragen zu 7. Burgfriedenstein

Was ist das Burgfriedenstein Ensemble in Pfaffenhofen an der Ilm?
Das Burgfriedenstein Ensemble gehört zum historischen Stadtkern von Pfaffenhofen und umfasst den Hauptplatz mit den umliegenden Gebäuden, darunter das Rathaus und die Pfarrkirche. Es zeigt den städtebaulichen Entwicklungsschwerpunkt vom späten Mittelalter bis zur Neuzeit. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Rolle spielte die Burg im Bereich Burgfriedenstein für Pfaffenhofen?
Die Burg im Bereich des heutigen Burgfriedenstein war eng mit den Wittelsbachern verbunden und trug maßgeblich zum Aufstieg der Siedlung bei. Im Schutz der Burg entwickelte sich Pfaffenhofen zunehmend und wurde bereits Ende des 12. Jahrhunderts erstmals als Markt bezeichnet. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde Pfaffenhofen rechtlich zur Stadt?
Pfaffenhofen wurde erst im 15. Jahrhundert rechtlich zur Stadt erhoben. Dies könnte mit dem Abschluss des Ringmauerbaus um 1437 zusammenhängen, obwohl keine ausdrückliche Stadterhebung dokumentiert ist. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia