Galgenberg-Goßberg
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Galgenberg-Goßberg umfasst 45,5 Hektar und wurde 1985 unter Schutz gestellt.
- Es liegt hufeisenförmig um Altenstein und erstreckt sich über die Gemarkungen von Pfarrweisach und Maroldsweisach.
- Ziel des Schutzes ist die Erhaltung seltener Pflanzen- und Tierarten in einer Keuper-Schichtstufenlandschaft.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet Galgenberg-Goßberg ist überwiegend fußläufig zu erreichen und lädt zu Wanderungen durch Magerrasen und Wacholderheiden ein.
- Entlang der Weisach bieten sich ruhige Abschnitte für Naturliebhaber, insbesondere im Bereich der Flurwege mit Kräutersäumen und Hecken.
- Ein gestufter Waldrand im Nordosten des Gebiets lädt zur Beobachtung standortheimischer Pflanzen und Tierarten ein.
Eigenschaften
Über Galgenberg-Goßberg
Das Naturschutzgebiet Galgenberg-Goßberg befindet sich im Landkreis Haßberge in Bayern und erstreckt sich auf dem Gebiet der Gemeinde Pfarrweisach sowie des Marktes Maroldsweisach. Es liegt östlich der Ortschaft Pfaffendorf und umschließt hufeisenförmig den Ortsteil Altenstein. Westlich des Schutzgebiets verläuft die Bundesstraße B 279, entlang der die Weisach fließt. Im Norden grenzt der Neumühlbach als linker Zufluss der Weisach an das Gebiet an, parallel dazu verläuft die B 303.
Das rund 45,5 Hektar große Areal gliedert sich in zwei Teilflächen: den Galgenberg und den Goßberg. Diese befinden sich in den Gemarkungen Altenstein, Junkersdorf und Rabelsdorf. Im Nordosten des Naturschutzgebiets liegt eine forstwirtschaftlich genutzte Fläche von etwa 4,5 Hektar. Das Gebiet wurde durch eine Verordnung der Regierung von Unterfranken unter Schutz gestellt. Seitdem dient es als bedeutender Lebensraum für verschiedene Pflanzen- und Tierarten der Region.
Im Rahmen des Pflege- und Entwicklungsplans für den Naturpark Haßberge wurden gezielte Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege des Geländes festgelegt. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Erhalt von Magerrasen und Wacholderheiden, wofür langfristige Pflegekonzepte entwickelt wurden. Dazu gehören die Förderung eines naturnahen Waldrandes, die Anpflanzung von Kräutersäumen, Feldgehölzen und Hecken entlang der Flurwege sowie die Renaturierung von Abschnitten entlang der Weisach. In der Gemeinde Pfarrweisach wird zudem der Aufbau eines Biotopverbundsystems von Magerwiesen in Richtung Altenstein verfolgt.
Das Schutzziel des Gebiets ist die Erhaltung einer typischen Keuper-Schichtstufenlandschaft sowie wertvoller Pflanzengesellschaften, darunter orchideenreiche Kalkmagerrasen. Weitere Ziele sind der Schutz von Lebensräumen seltener Tierarten wie Nattern, Eidechsen, Blindschleichen sowie verschiedener Brutvogelarten, darunter der Neuntöter und der Wendehals. In der Schutzgebietsverordnung wurden auch die Erhaltung extensiv genutzter Streuobstwiesen und die Pflege standortheimischer Ufergehölze festgelegt. Die alten Obstbäume dieser Flächen bieten wichtige Brutplätze für höhlenbrütende Vogelarten.