Kleinkastell Pfatter
Highlights
- Das Kleinkastell Pfatter liegt strategisch günstig am Donauübergang und war Teil des römischen Limes.
- Archäologische Funde wie Militärdiplome belegen die historische Bedeutung des ehemaligen römischen Lagers.
- Seit 2021 ist das Bodendenkmal Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes Donaulimes.
Tipps
- Das Kleinkastell Pfatter liegt strategisch günstig am ehemaligen Donauübergang und ist über Luftbildarchäologie erforscht worden.
- Besucher finden das Gelände etwa 360 Meter südlich des heutigen Donaulaufs unter landwirtschaftlich genutzten Flächen.
- Archäologische Funde wie Militärdiplome belegen die historische Bedeutung des ehemaligen römischen Lagerorts.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Sakral Kleinkastell Pfatter
Das Kleinkastell Pfatter, auch bekannt als Pfatter-Gmünd, ist ein ehemaliges römisches Militärlager im Landkreis Regensburg in der Gemeinde Pfatter. Es bildete einen wichtigen Teil des „nassen Limes“ und diente der Überwachung eines Donauabschnitts zwischen Regensburg und Passau. Heute zählt das archäologische Bodendenkmal seit 2021 zum UNESCO-Weltkulturerbe Donaulimes und erinnert an die römische Präsenz im südlichen Teil des heutigen Bayerns.
Das rund 0,42 Hektar große Kastell liegt strategisch günstig direkt am ehemaligen Donauufer im Flurstück „Fischeräcker“ auf der Gemarkung von Gmünd. In römischer Zeit sicherte es den Übergang über die Donau und lag in der Nähe der sogenannten Donausüdstraße, einer bedeutenden Verbindungsachse entlang des römischen Grenzraums. Die Region ist durch fruchtbare Lössböden geprägt, die sowohl landwirtschaftlich genutzt werden als auch Teile des archäologischen Fundorts überlagern. Ein Hochwasserdamm überdeckt heute große Teile der ehemaligen Fortifikation.
Die Existenz des Kleinkastells wurde bereits in den 1930er Jahren vermutet, jedoch erst in den 1970er und 1990er Jahren durch systematische Luftbildarchäologie und Bodenprospektion nachgewiesen. Besonders der Fund eines römischen Militärdiploms aus einem Donau-Altarm bei Pfatter-Gmünd im Jahr 1999 sowie geophysikalische Untersuchungen im Jahr 2005 brachten entscheidende Erkenntnisse. Die Ausgrabungen legten nicht nur das rechteckige Kastell mit einer Ausdehnung von etwa 60 mal 70 Metern frei, sondern auch Teile eines zugehörigen Lagerdorfs (Vicus), was wichtige Rückschlüsse auf das Leben der römischen Garnison zulässt.
Das Kleinkastell Pfatter ist ein eindrucksvolles Beispiel für die römische Grenzverteidigung am Donaulimes und ein Zeugnis der militärischen Infrastruktur der Provinz Raetia. Obwohl die Anlage heute größtenteils unterirdisch erhalten ist, verdeutlicht sie die Bedeutung der Region als strategisch wichtiger Punkt entlang der römischen Wasserstraße Donau. Der Fundort ist eng mit der römischen Geschichte Bayerns verbunden und trägt maßgeblich zur Erforschung des spätantiken Grenzsystems bei.
Interessierte Besucher können die historische Stätte im Rahmen von Kulturwanderungen oder archäologischen Exkursionen erkunden. Vor Ort informieren Infotafeln über die Entdeckungsgeschichte und die Bedeutung des Kleinkastells. Die nahegelegene Kirche Mariä Himmelfahrt in Pfatter sowie die Pfarreiengemeinschaft Pfatter-Geisling laden zudem zu einem kulturellen und sakralen Abstecher ein, der die Verbindung von Geschichte und Gegenwart sichtbar macht.
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Häufige Fragen zu Kleinkastell Pfatter
Was ist das Kleinkastell Pfatter?
Quelle: wikipedia
Wo befindet sich das Kleinkastell Pfatter?
Quelle: wikipedia
Warum ist das Kleinkastell Pfatter bedeutend?
Quelle: wikipedia
Wann wurde das Kleinkastell Pfatter entdeckt?
Quelle: wikipedia