Denkmal/Gedenkstätte

Gedenkstätte der Flurbereinigung

92536 Pfreimd Pfreimd

Highlights

  • Die Gedenkstätte der Flurbereinigung in Pfreimd erinnert an die historische Umgestaltung der Landschaft nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • Sie dokumentiert die Zusammenlegung kleiner Fluren und die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen in der Region.
  • Ein Ort der Erinnerung an die Entwicklung der ländlichen Räume in Bayern.

Tipps

  • Die Stätte liegt in unmittelbarer Nähe zum Fluss Floß, der auch namensgebend für die Ortschaft ist und eine zentrale Rolle in der regionalen Geschichte spielt.
  • In der Umgebung lohnt sich ein Besuch der benachbarten Orte wie Flossenbürg oder Waldthurn, um den kulturellen und historischen Kontext der Region weiter zu erkunden.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Gedenkstätte der Flurbereinigung

Die Gedenkstätte der Flurbereinigung in Pfreimd ist eine historische Sehenswürdigkeit im Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz. Sie erinnert an die bedeutenden Veränderungen in der Landschaft und Landwirtschaft, die im Zuge von Flurbereinigungsmaßnahmen im 20. Jahrhundert stattfanden. Diese Maßnahmen veränderten grundlegend das Erscheinungsbild ländlicher Räume und hatten weitreichende Auswirkungen auf die Struktur und Nutzung der Flächen in der Region.

Pfreimd liegt im nördlichen Teil des bayerischen Teilungsgebiets, geprägt durch eine vielschichtige Geschichte, die auch durch slawische, germanische und keltische Einflüsse geprägt war. Die Gemeinde grenzt an mehrere Nachbarorte, darunter Floß, das auf eine über tausendjährige Geschichte zurückblicken kann. Die Flurnamen und Siedlungsstrukturen in der Umgebung zeugen von den verschiedenen Kulturen, die hier lebten und wirkten. Die Gemarkung von Floß umfasst unter anderem die Flurnamen Bergnetsreuth, Diepoltsreuth und Schlattein, die in enger Verbindung zur regionalen Geschichte stehen.

Die Gedenkstätte selbst dokumentiert die Umgestaltung der Flurlandschaft durch technische und organisatorische Maßnahmen, die die landwirtschaftliche Nutzung effizienter machen sollten. Solche Flurbereinigungen führten zur Zusammenlegung und Neuordnung von Flurstücken, zur Geradlinigung von Gewässern und zur Schaffung größerer, zusammenhängender Ackerflächen. Diese Veränderungen brachten nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern hatten auch Auswirkungen auf das kulturelle und ökologische Erbe der Region. Die Anlage der Stätte dient dazu, diesen Wandel sichtbar zu machen und die historische Bedeutung der Flurbereinigung für die ländliche Entwicklung zu würdigen.

Die historische Einordnung der Region wird durch die Namensforschung ergänzt. So gibt es unterschiedliche Theorien zur Herkunft des Ortsnamens Floß. Während einige Forscher eine germanische Ableitung vom Wort „fließen“ favorisieren, sehen andere Ansätze eine slawische Herkunft im Wort „Vlitsche“, was Gasse oder Hohlweg bedeutet – eine Deutung, die gut zur topografischen Lage des Ortes passt. Auch keltische Einflüsse werden diskutiert, etwa das Wort „flathasach“ für hell oder schön. Diese sprachlichen Spuren verdeutlichen die Schichten der Besiedlungsgeschichte, die sich im heutigen Landschaftsbild widerspiegeln.

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