Kirche/Kloster

St. Johannes Nepomuk

Heugasse 1, 84164 Moosthenning-Thürnthenning

Tipps

  • Die barocke Filialkirche St. Johannes Nepomuk in Thürnthenning ist aufgrund ihrer prächtigen Fresken und figürlichen Ausstattung sehenswert.
  • Der barocke Innenraum mit himmlischem Festsaalcharakter lädt zur Besinnung und Betrachtung ein.
  • Vor Ort finden sich keine aktuellen Gottesdienstzeiten; Informationen hierzu sind bei der Pfarrei Ottering erhältlich.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Johannes Nepomuk

Die Filialkirche St. Johannes Nepomuk in Thürnthenning zählt zu den barocken Sakralbauten im Landkreis Dingolfing-Landau in Niederbayern. Die Gemeinde Thürnthenning, einstiger Adelssitz und ehemalige Hofmark, beherbergt die Kirche als bedeutendes kulturelles und religiöses Zentrum der Region. Errichtet wurde das Gotteshaus auf Veranlassung des Reichsfreiherrn Baron Franz Xaver von Auer. Die Planung und der Bau erfolgten unter der Leitung des Baumeisters Georg Weigenthaller aus Dingolfing.

Das Innere der Kirche ist geprägt von einer opulenten barocken Ausstattung, die den Besucher in einen „himmlischen Festsaal“ entführt. Die kunstvolle Gestaltung spiegelt den Übergang vom Barock zum Rokoko wider. Besonders erwähnenswert sind die Fresken, die Szenen aus dem Leben, Martyrium und der Apotheose des Heiligen Johannes von Nepomuk darstellen. Diese Wandgemälde schuf der im benachbarten Straubinger Land tätige Barockmaler Joseph Anton Merz. Die überwiegende Mehrheit der figürlichen Innenausstattung stammt von Simon Hofer aus Geiselhöring.

Die Kirche steht unter dem Patrozinium des Heiligen Johannes Nepomuk, dessen Gedenktag am 16. Mai begangen wird. Als Filialkirche gehört sie zur Pfarrei Ottering und ist somit Teil einer überörtlichen kirchlichen Struktur. Obwohl die Kirche aktiv zur sakralen Architektur des Landkreises gehört, finden derzeit keine öffentlichen Gottesdienste oder Veranstaltungen statt, wie aus den Mitteilungen der Pfarrei hervorgeht.

Die Kirche St. Johannes Nepomuk repräsentiert sowohl architektonisch als auch kunsthistorisch den barocken Baustil des frühen 18. Jahrhunderts in der Region. Sie dokumentiert die Bautradition und das religiöse Engagement adeliger Familien in der damaligen Hofmark Thürnthenning. Ihre Erhaltung und ihr erzählerischer Wert machen sie zu einem bemerkenswerten Zeugnis der bayerischen Sakralbaukultur im Landkreis Dingolfing-Landau.

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