Museum

Museum für Druckkunst

Nonnenstraße 38, 04229 Plagwitz

Highlights

  • Das Museum für Druckkunst in Leipzig zeigt auf vier Etagen 550 Jahre Druckgeschichte mit rund 90 funktionsfähigen Maschinen.
  • Besucher erleben lebendige Drucktechniken und können an Workshops teilnehmen.
  • Das Museum ist Teil der Sächsischen Route der Industriekultur und bewahrt immaterielles Kulturerbe.

Tipps

  • Das Museum für Druckkunst in Plagwitz bietet lebendige Einblicke in die Druckgeschichte mit funktionsfähigen Maschinen und Werkstätten zum Anfassen.
  • Mitarbeiter mit praktischer Erfahrung erklären handwerkliche Prozesse und ermöglichen eigenes Ausprobieren beim Drucken.
  • Regelmäßige Workshops, Führungen und Sonderausstellungen bieten wechselnde Schwerpunkte und vertiefte Einblicke in traditionelle Drucktechniken.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Museum für Druckkunst

Das Museum für Druckkunst in Plagwitz ist ein lebendiges Zeugnis der Druckgeschichte und zählt zu den bedeutenden Kulturorten im südwestlichen Leipzig. Es präsentiert auf vier Etagen rund 90 funktionsfähige Druckmaschinen und veranschaulicht so über 550 Jahre Druckkultur. Die Schwerpunkte der Sammlung umfassen Hoch-, Tief- und Flachdruckverfahren sowie eine der letzten erhaltenen Lichtdruckereien weltweit. Neben der historischen Technik gehören zur Ausstattung des Museums eine Schriftgießerei, eine Werkstatt für Holzstich, eine Buchbindewerkstatt und eine Setzerei mit Bleisatz.

Besucher erhalten Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche der Druckkunst, die nicht nur als stumme Exponate, sondern in aktiver Nutzung präsentiert werden. Die Maschinen sind größtenteils funktionsfähig und werden von ehemaligen Fachkräften oder Museumsmitarbeitenden in Betrieb gehalten. Dadurch wird die Tradition der Druckerei hautnah erlebbar. Führungen ermöglichen nicht nur das Verständnis historischer Abläufe, sondern bieten auch die Gelegenheit, selbst zu drucken und die Handgriffe der Schwarzen Kunst aus erster Hand kennenzulernen.

Das Museum versteht sich als Ort des Mitmachens und Lernens. Es fungiert zugleich als Werkstatt, in der Kurse, Workshops und Künstlerresidenzen stattfinden. Freischaffende Künstler nutzen die Räumlichkeiten und Geräte für eigene Projekte. Regelmäßig finden darüber hinaus Sonderausstellungen, Vorträge und Symposien statt, die nationale und internationale Perspektiven auf die Druckkunst eröffnen. Zu den bekanntesten Veranstaltungsreihen zählen die Leipziger Typotage sowie Workshops im Bereich der künstlerischen Druckverfahren.

Seit seiner Gründung im Jahr 1994 hat sich das Museum für Druckkunst als Institution etabliert, die das immaterielle Kulturerbe der Drucktechniken aktiv bewahrt und weitergibt. Es ist Mitglied der Sächsischen Route der Industriekultur und seit 2018 Initiator der Anerkennung der künstlerischen Drucktechniken als Teil des deutschen UNESCO-Immaterieller-Kulturerbe-Verzeichnisses. Die Förderung erfolgt durch die Giesecke+Devrient Stiftung, die das Engagement des Museums langfristig unterstützt.

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