Ev. Kirche Glöwen
Highlights
- Neugotische Kirche aus Natur- und Backstein mit spätgotischem Feldsteinchor aus dem 15. Jahrhundert.
- 1877 erbaute Orgel von Friedrich Hermann Lütkemüller, 2012 restauriert – Teil der historischen Ausstattung.
- Ausstellung ‚Lebendige Steine‘ verbindet partizipative Elemente mit kultureller Geschichte für alle Altersgruppen.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen barrierefreien Zugang zum Kirchengebäude und den umliegenden Ausstellungsbereichen.
- Die historische Orgel aus dem Jahr 1877 von Friedrich Hermann Lütkemüller bietet einen akustischen Einblick in die musikalische Tradition der Kirche.
- Die Ausstellung *Lebendige Steine* verbindet archäologische Funde mit persönlichen Erzählungen und richtet sich an ein breites Publikum durch interaktive Elemente.
Eigenschaften
Ev. Kirche Glöwen – Kultur & Sakral in Plattenburg-Glöwen
Die Evangelische Kirche Glöwen in Plattenburg-Glöwen ist ein beeindruckendes Beispiel sakraler Architektur und ein kultureller Ort mit besonderer Ausstrahlung. Der neugotische Saalbau aus dem Jahr 1877 besticht durch seine harmonische Verbindung von Natur- und Backstein, wobei der zinnenbekrönte Ostgiebel mit dem spätgotischen polygonalen Chor aus Feldstein – mit markanten Backsteinkanten aus dem späten 15. Jahrhundert – einen faszinierenden Kontrast bildet. Das Gebäude vereint historische Kontinuität mit moderner Gestaltung und lädt Besucher:innen ein, die Spuren vergangener Epochen zu erkunden.
Im Herzen der Kirche thront eine historische Orgel, die 1877 vom Orgelbauer Friedrich Hermann Lütkemüller aus Wittstock geschaffen wurde. Nach einer umfassenden Restaurierung im Jahr 2012 erklingt sie heute wieder in voller Pracht und bereichert die Gottesdienste und Konzerte mit ihrem warmen Klang. Besonders erwähnenswert ist die offene und partizipative Atmosphäre, die hier gepflegt wird: So gab es bereits gemeinsame Musikprojekte mit Gemeinden aus Botswana, bei denen Besucher:innen und Gemeindemitglieder gemeinsam musizierten und kulturellen Austausch erlebten.
Ein Highlight der Kirche ist die interaktive Ausstellung *„Lebendige Steine“*, die im Rahmen des Programms *„langut-kulturgut“* des Kulturbüros der Evangelischen Kirche Deutschland entstand und durch Fördermittel der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien unterstützt wird. Die Ausstellung verbindet archäologische Funde, historische Dokumente und moderne Erzählformen zu einem mehrsinlichen Erlebnis. Durch persönliche Stimmen von Glöwener:innen – etwa aus dem Ort Jacobi – werden die „Steine“ quasi zum Sprechen gebracht, was besonders berührende Einblicke in die Ortsgeschichte ermöglicht. Ein begleitendes Ausstellungsbuch liegt für vertiefende Studien aus.
Die Kirche ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein kultureller Begegnungsraum, der durch seine Zugänglichkeit überzeugt: Ein rollstuhlgerechter Parkplatz sorgt für barrierefreien Zugang. Die Ausstellung und die lebendige Gemeindearbeit machen sie zu einem Ort, der alle Altersgruppen anspricht – sei es durch historische Entdeckungen, musikalische Momente oder partizipative Formate. Wer sich für regionale Geschichte, Architektur oder interaktive Kulturprojekte interessiert, findet hier eine lohnende Reise in die Vergangenheit mit modernen Impulsen.