Kirche/Kloster

Ev. Kirche Legde

Dorfstraße (Legde), 19336 Legde/Quitzöbel

Highlights

  • Spätgotische Backsteinkirche aus dem 16. Jahrhundert mit einschiffigem Bau und schiffsbreitem Westturm.
  • 1892 erbaute Orgel von Carl Joseph Chwatal, mehrfach restauriert (1964, 1995), prägt den Kirchenraum.
  • Ausstellung ‚Lebendige Steine‘ verbindet partizipative Elemente mit kultureller Vermittlung für alle Altersgruppen.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Parkplatz ermöglicht einen ungehinderten Zugang zum Kirchengelände für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
  • Das Kirchenschiff zeigt spätgotische Backsteinarchitektur des 16. Jahrhunderts mit einem markanten, schiffsbreiten Westturm.
  • Die historische Orgel aus dem Jahr 1892 von Carl Joseph Chwatal bietet einen akustischen Einblick in die Instrumentenentwicklung der Region.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ev. Kirche Legde – Sakrale Kultur in Quitzöbel

Die Evangelische Kirche Legde in Legde/Quitzöbel ist ein beeindruckendes Beispiel spätgotischer Backsteinarchitektur und ein kultureller Ort mit besonderer Ausstrahlung. Der einschiffige Bau mit seinem markanten, schiffsbreiten Westturm aus dem frühen 17. Jahrhundert besticht durch seine schlichte Eleganz. Ursprünglich für eine Gewölbedecke geplant, wurde das Kirchenschiff stattdessen mit einer flachen Balkendecke versehen – ein seltener, aber charakteristischer Zug dieser Region.

Im Inneren erwartet Besucher eine historische Orgel von Carl Joseph Chwatal aus Merseburg, die 1892 erbaut und später mehrfach restauriert wurde. Die Instrumentierung von 1964 durch Hans Voit und die letzte Überarbeitung 1995 durch Alexander Schuke aus Potsdam unterstreichen den hohen künstlerischen Wert des Raumes. Die Orgel ist nicht nur ein akustisches Highlight, sondern auch ein Zeugnis handwerklicher Tradition, das bis heute die Gemeinde und Gäste in seinen Bann zieht.

Ein besonderes Highlight der Kirche ist die interaktive Ausstellung *„Lebendige Steine“*, die im Rahmen des Programms *„langut-kulturgut“* der Evangelischen Kirche Deutschland entstand. Gefördert durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, verbindet diese Präsentation auf innovative Weise Geschichte und Gegenwart. Durch partizipative Elemente und mehrsinliche Zugänge werden die „Steine“ der Kirche zu lebendigen Erzählern – etwa durch Stimmen von Nachfahren der Jacobi, die ihre Perspektiven einbringen. Ein begleitendes Ausstellungsbuch lädt zum Vertiefen ein und macht die Ausstellung zu einem Erlebnis für alle Altersgruppen.

Die Kirche in Legde/Quitzöbel ist nicht nur ein sakraler Ort, sondern auch ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austauschs. Die Ausstellung und die Orgel schaffen eine Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt – sei es für musikalische Momente, historische Entdeckungen oder einfach für die Stille des Raumes. Mit einem rollstuhlgerechten Parkplatz und einem Konzept, das alle Sinne anspricht, ist sie ein Ort, der Besucher:innen aller Hintergründe willkommen heißt.

Wer sich für die Verbindung von Architektur, Musik und Geschichte interessiert, findet hier eine einzigartige Mischung. Die Kirche Legde/Quitzöbel beweist, dass Sakralbauten weit mehr sind als bloße Bauwerke – sie sind lebendige Zeugen einer Region und ihrer Menschen, die bis heute Geschichten erzählen und weitergeben.

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