Kirche/Kloster

Katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena

Preysingpl. 3, 94447 Plattling

Highlights

  • Die Katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena in Plattling ist eine romanische Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert.
  • Der Chor wurde im späten 13. Jahrhundert im Gotikstil erweitert und später barock überformt.
  • Die Kirche besitzt restaurierte Wand- und Gewölbemalereien aus dem 17. Jahrhundert sowie ein Sakramentshaus aus dem Jahr 1515.

Tipps

  • Besuchen Sie die romanische Friedhofskapelle St. Jakob für eine Andacht im historischen Rahmen.
  • Achten Sie auf besondere Gottesdienste an Feiertagen wie Allerheiligen auf dem Friedhof.
  • Informieren Sie sich über die Architektur der Basilika, insbesondere die gotischen Chorfenster und romanischen Pfeiler.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena

Die Katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena in Plattling im Landkreis Deggendorf ist ein sakraler Ort von hoher historischer und architektonischer Bedeutung. Die Kirche steht im Zentrum des Ortes und bildet zusammen mit der benachbarten Friedhofskapelle St. Jakob, einer romanisch-gotischen Basilika am rechten Isarufer, eine bedeutende religiöse Landschaft im niederbayerischen Raum. Beide Kirchen gehören zur Pfarrei St. Magdalena, die wiederum dem Dekanat Deggendorf-Plattling des Bistums Regensburg zugeordnet ist.

Die heutige Pfarrkirche St. Maria Magdalena hat sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert. Ursprünglich war die Friedhofskapelle St. Jakob die Pfarrkirche, bevor der Gottesdienstbetrieb im Ortskern etabliert wurde. Die Architektur der Kirche vereint verschiedene Baustile, wobei besonders der romanische Kern und gotische Elemente auffallen. Der Chor wurde im Spätmittelalter umgebaut, später folgten barocke Umbauten, die im 19. Jahrhundert wieder rückgängig gemacht wurden. In den Jahren 1974 bis 1981 wurde das Gebäude umfassend restauriert, um den ursprünglichen Charakter zu bewahren.

Das Innere der Kirche beeindruckt durch seine geschichtete Baustruktur. Das fünfschiffige Langhaus wird durch Arkadenbögen geprägt, die auf erhöhten Pfeilern ruhen. Während das Mittelschiff mit einer Holzflachdecke versehen ist, zeigen die Seitenschiffe noch barocke Kreuzgratgewölbe. Der Chor verfügt über ein steinsichtiges, profiliertes Triumphbogenportal und ein aufwändig gestaltetes Sterngewölbe, das auf Konsolen ruht. Besonders bemerkenswert sind die stark restaurierten Wand- und Gewölbemalereien aus dem frühen 17. Jahrhundert, die Ornamente und Passionsszenen darstellen.

Ausstattungsgegenstände von künstlerischem Wert prägen das Bild des Innenraums. Der Hochaltar stammt aus der Zeit um 1500 und zeigt in seiner Gestaltung Einflüsse der Donauschule. Die Figurenkompositionen erinnern an Albrecht Dürers Arbeiten. Ein Sakramentshaus aus Kalkstein aus dem Jahr 1515 mit späteren Ergänzungen beherbergt Figurenschmuck und wird durch einen Fialenaufsatz gekrönt. Auch das südliche Portal des Chores mit seinem gekehlten Granitgewände und durchgesteckten Stäben zeugt von der handwerklichen Qualität der späten Gotik.

Die Kirche wird von Besuchern regelmäßig als Ort der Andacht und des Glaubens wahrgenommen. In den Meinungen der Gäste spiegeln sich sowohl bewegende Predigten als auch kritische Auseinandersetzungen mit theologischen Schwerpunkten wider. Die Friedhofskapelle St. Jakob, in unmittelbarer Nähe, wird dabei als ergänzender Raum für besinnliche Gottesdienste, etwa zu Allerheiligen, genutzt. Mit einem Durchschnittsbewertung von 4,7 von 5 Sternen bei sieben Bewertungen zeigt sich, dass die Sakralbauten in Plattling weiterhin einen wichtigen kulturellen und geistlichen Anlaufpunkt darstellen.

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