Jüdisches Museum Creglingen
Highlights
- Das Jüdische Museum Creglingen zeigt die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Creglingen und Archshofen von 1600 bis 1939.
- Die Dauerausstellung „Wurzeln und Wege“ erinnert an das Leben und Schicksal der tauberfränkischen Juden.
- Aktuelle Sonderausstellung: „Sterne ohne Himmel – Kinder im Holocaust“ vom 16. April bis 7. Juni 2026.
Tipps
- Das Museum thematisiert die jüdische Geschichte in Creglingen und Archshofen mit Fokus auf regionale Besonderheiten und Lebenswege bis 1939.
- Die Dauerausstellung „Wurzeln und Wege“ ist ab November 2004 zu sehen und kann mit Audioguide oder virtuell erkundet werden.
- Im Juni 2026 finden im Rahmen der Jüdischen Kulturtage im Taubertal Führungen und Veranstaltungen statt, u. a. auf dem Jüdischen Friedhof.
Eigenschaften
Über Jüdisches Museum Creglingen
Das Jüdische Museum Creglingen befindet sich im baden-württembergischen Creglingen und widmet sich der Geschichte der jüdischen Gemeinde der Stadt und der Teilgemeinde Archshofen. Die Dauerausstellung „Wurzeln und Wege“ eröffnet Einblicke in das Leben der jüdischen Bevölkerung, die von Anfang des 17. Jahrhunderts bis 1939 in der Region lebte. Sie beleuchtet sowohl die Alltagskultur als auch die religiösen Traditionen und verfolgt die Schicksale der Menschen, die im Nationalsozialismus ihre Heimat verlassen mussten oder ermordet wurden.
Das Museum versteht sich als Ort der Erinnerung und Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte vor, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus. Die Präsentation folgt einem differenzierten Ansatz und zeigt nicht nur die kulturellen Beiträge der jüdischen Gemeinschaft, sondern behandelt auch die dunklen Kapitel der Vergangenheit. Die architektonische Gestaltung des Museums respektiert den historischen Ort und verbindet behutsam das Alte mit dem Neuen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der regionalen Verankerung jüdischen Lebens im Main-Tauber-Kreis. Die Ausstellung erinnert an die gemeinsame Geschichte von Jüdinnen und Juden sowie Nicht-Jüdinnen und Nicht-Juden in der Region. Neben der Dauerausstellung werden regelmäßig Wechselausstellungen gezeigt, die thematisch eng mit der jüdischen Geschichte und Kultur verbunden sind. Ein Beispiel ist die Ausstellung „Sterne ohne Himmel – Kinder im Holocaust“, die in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre zu sehen war.
Das Museum ist Teil eines breiteren kulturellen Engagements, das auch durch Veranstaltungen wie Führungen auf dem jüdischen Friedhof oder thematische Kulturtagen im Taubertal sichtbar wird. Diese Veranstaltungen tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Vielfalt jüdischer Traditionen zu fördern und den Dialog zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu unterstützen. Die Pflege des jüdischen Friedhofs, der sich unweit des Museums befindet, ist dabei ein zentraler Bestandteil der kulturellen wie gedenkstättenpädagogischen Arbeit.