Kirche/Kloster

Schwestern vom gemeinsamen Leben Plön

Rodomstorstraße 14, 24306 Plön

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Schwestern vom gemeinsamen Leben Plön

Die Schwestern vom gemeinsamen Leben in Plön sind Teil einer geistlichen Bewegung, die im 14. Jahrhundert im Zuge der sogenannten Devotio Moderna entstand. Diese Bewegung, begründet durch Gerhard Groote, förderte eine innere Frömmigkeit und ein am Evangelium orientiertes Leben. Die Schwestern lebten in Gemeinschaft, ohne Ordenstracht oder Gelübde, aber mit dem Ziel, sich gegenseitig in geistlicher und sozialer Hinsicht zu unterstützen. Im Mittelpunkt standen gemeinsames Leben, Handarbeit sowie der Dienst am Nächsten. In Plön etablierte sich eine solche Schwesterngemeinschaft im späten Mittelalter und wurde somit Teil eines breiteren Netzwerks nördlich von Münster sowie im niederdeutschen Raum.

Die Lebensweise der Schwestern unterschied sich deutlich von klösterlichen Gemeinschaften oder Bettelorden. Sie lehnten das Betteln ab und finanzierten sich vielmehr durch eigene Arbeit, beispielsweise durch Spinnen und Weben. Die Gemeinschaft stand unter der Leitung einer Meisterin oder Mutter und einem Beichtvater. Die Bindung an die Hausstatuten war freiwillig, und der Austritt aus der Gemeinschaft war möglich – allerdings unter Verlust des eingebrachten Eigentums. Diese Form des gelebten Glaubens und gegenseitigen Engagements prägte nicht nur das religiöse Leben der Zeit, sondern schuf auch eine eigenständige soziale Struktur, die bis in die Neuzeit Bestand hatte.

Heute tragen die Schwestern vom gemeinsamen Leben in Plön weiterhin ihr Ideal des helfenden und solidarischen Miteinanders in die Gegenwart. Die heutige Gemeinschaft ist eng verbunden mit der Plöner und Lütjenburger Tafel e.V., einer gemeinnützigen Organisation, die sich dafür einsetzt, Lebensmittel vor der Vernichtung zu retten und sie bedürftigen Menschen zur Verfügung zu stellen. Die Schwestern engagieren sich aktiv in diesem sozialen Dienst und unterstützen damit Menschen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Mit viel Herz und Hand werden Lebensmittel sortiert, verteilt und vor allem: geteilt – im Sinne einer christlichen Nächstenliebe, die auf Mitgefühl und Hilfsbereitschaft beruht.

Besucher der Einrichtung schätzen nicht nur das Engagement der Schwestern, sondern auch die herzliche Atmosphäre, die dort vorherrscht. Viele Bewertungen loben die Freundlichkeit des Personals und die zuverlässige Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Die Schwestern und ihr Umfeld verkörpern damit weiterhin das ursprüngliche Anliegen der Devotio Moderna: ein einfaches, werteorientiertes Leben im Dienst an anderen. Die Gemeinschaft in Plön steht somit exemplarisch für eine lange Tradition gelebter Nächstenliebe und sozialer Verantwortung im Kreis Plön.

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