Galerie

U-Bahnbögen Pohl11

Pohlstraße 11, 10785 Berlin

Highlights

  • Seit 2001 nutzen Künstler, Handwerker und Jugendgruppen die 13 historischen U-Bahnbögen der Linie 1 als Ateliers und Freizeiträume.
  • Der Viadukt der U-Bahn-Linie 1 diente früher als ummauerte Lagerräume und entstand nach drei Bauphasen bis 2001.

Tipps

  • Die U-Bahnbögen Pohl11 bieten seit 2001 Raum für künstlerische und handwerkliche Projekte durch offene Ateliers und Werkstätten.
  • Die historischen Viaduktstrukturen der U-Bahn-Linie 1 wurden ursprünglich als Lagerräume genutzt, bevor sie für kulturelle Zwecke umgenutzt wurden.
  • Informationen zur historischen Bedeutung der Anlage und der Familie Pohl finden sich im Bereich ‚Geschichte‘ auf der offiziellen Website.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunstgalerie U-Bahnbögen Pohl11 Berlin

Die U-Bahnbögen Pohl11 in Berlin sind ein einzigartiges Kulturprojekt, das aus den historischen Viadukten der legendären U-Bahn-Linie 1 entstanden ist. Die gewaltigen Betonbögen, die einst als Lagerräume dienten, wurden nach drei Bauphasen ab dem Jahr 2001 für kreative Zwecke umgewidmet. Heute bieten sie 13 offene Ateliers für Künstler, Handwerker und Jugendliche – ein lebendiger Ort zwischen Industrieerbe und moderner Kreativszene.

Der Name verweist auf die Familie Pohl, deren Geschichte eng mit dem Ort verbunden ist. Ottilie Pohl, geboren 1867 in der Niederlausitz, prägte mit ihrem politischen Engagement die Zeit um den Ersten Weltkrieg. Als Mitglied der USPD distanzierte sie sich von der alten Sozialdemokratie und unterstützte möglicherweise Widerstandskämpfer in ihrer Wohnung. Ihr Erbe spiegelt sich in der rebellischen, experimentellen Atmosphäre wider, die die Bögen bis heute ausstrahlen.

Die Architektur der U-Bahnbögen ist selbst ein Kunstwerk: Die gewaltigen, gewölbten Konstruktionen aus Stahl und Beton wirken wie eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die offene Nutzung durch Künstler verwandelt sie in ein lebendiges Labor für Malerei, Skulptur, Handwerk und digitale Kunst. Besucher können hier nicht nur Werke bewundern, sondern auch an Workshops teilnehmen oder die ungewöhnliche Umgebung erkunden – ein Ort, an dem Geschichte und Kreativität aufeinandertreffen.

Die Nähe zu anderen kulturellen Schätzen wie dem Kreuzberg-Viadukt oder dem Museum für Naturkunde macht die Bögen zu einem faszinierenden Ausflugsziel für alle, die Berlin jenseits der Touristenpfade erleben möchten. Hier entsteht etwas Neues aus alten Materialien – ein Symbol für die Berliner Kultur, die Traditionen mit Mut zur Veränderung verbindet.

Die U-Bahnbögen Pohl11 sind mehr als nur ein Atelierkomplex: Sie sind ein Stück lebendige Stadtgeschichte, ein Treffpunkt für kreative Köpfe und ein Ort, der zeigt, wie aus industriellem Erbe Kultur entsteht. Wer hier vorbeikommt, spürt den Puls einer Stadt, die sich ständig neu erfindet – zwischen Betonbögen und farbenfrohen Ideen.

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