Beate Oehmann (freie Künstlerin)
Highlights
- Beate Oehmann zeigt 2025 die Ausstellung ‚Entlang der Linie‘ im Luftmuseum Amberg (ab 26. August).
- Ihre Werke wie ‚Künstlerbücher‘ oder ‚Die Klappflügelbücher‘ waren 2015/2020 in Weilheim und Rosenheim zu sehen.
- Oehmann arbeitet mit Papier, Stoff und Rauminstallationen, z. B. in der Weilheimer Hochlandhalle (2015).
Tipps
- Im Stadtmuseum Weilheim findet vom 4. September eine Präsentation von Künstlerbüchern statt, die experimentelle Formate und handwerkliche Techniken der Künstlerin aufzeigen.
Eigenschaften
Kunstgalerie Beate Oehmann Weilheim
In Weilheim in Oberbayern etabliert sich die freie Künstlerin Beate Oehmann als vielseitige Gestalterin, deren Werk sich durch experimentelle Ansätze und eine besondere Affinität zu Papier, Stoff und Buchkunst auszeichnet. Ihre Arbeiten verbinden handwerkliche Präzision mit konzeptueller Tiefe und spiegeln eine Faszination für die Grenzen zwischen zweidimensionaler Fläche und räumlicher Präsenz wider. Oehmanns Schaffen ist geprägt von einer poetischen Auseinandersetzung mit Materialien, die sie zu einzigartigen Objekten formt – sei es durch gefaltete Papierteppiche, textile Installationen oder die kreative Nutzung von Künstlerbüchern als Medium.
Ein zentrales Motiv in ihrem Werk ist die „Linie“, die sie als verbindendes Element zwischen Abstraktion und Narrativität nutzt. Diese Thematik führte sie etwa in der Ausstellung „Entlang der Linie“ im Luftmuseum Amberg zu einer reflexiven Inszenierung von Raum und Bewegung. Doch auch in ihrer Heimatregion bleibt Oehmann präsent: Im Stadtmuseum Weilheim zeigte sie 2025 eine Auswahl an Künstlerbüchern, die ihre Fähigkeit unterstreichen, traditionelle Buchformen in moderne, oft interaktive Kunstwerke zu verwandeln. Besonders ihre „Klappflügelbücher“ aus dem Jahr 2015 begeistern durch ihre klappbare Dynamik und die Möglichkeit, Geschichten durch mechanische Bewegung zu erzählen.
Ihre Ausstellungen im Kunstverein Rosenheim und im Hof am Mühlbach in Wilzhofen – etwa die Jahresausstellung „HASEN UND ROSEN, PAPIERTEPPICHE“ – zeigen Oehmanns experimentellen Umgang mit Papier als dreidimensionalem Material. Hier entfaltet sie flächige Strukturen zu fast skulpturalen Teppichen, die zwischen Ornament und abstrakter Malerei oszillieren. Ein weiteres Markenzeichen ist ihre Auseinandersetzung mit dem „Raum“: In der Präsentation „Ich breite mich gerne im Raum aus“ (2020) transformierte sie Stoff und Papier zu installativen Werken, die den Betrachter zum Mitgestalten einladen – etwa durch hängende, gefaltete oder überlappende Elemente.
Oehmanns Werk verbindet handwerkliche Tradition mit zeitgenössischer Kunstsprache und spricht sowohl Sammler als auch ein breites Publikum an. Ihre Teilnahme an öffentlichen Ausstellungen – von der Weilheimer Hochlandhalle bis zum Bürgerhaus Unterführung – unterstreicht ihren Beitrag zur lebendigen Kunstszene in Oberbayern. Durch ihre Arbeit wird Papier nicht nur als Träger von Bildern, sondern als aktives Gestaltungsmedium neu definiert, das zwischen Kunst, Handwerk und Alltagskultur vermittelt.
Wer Oehmanns Schaffen kennenlernen möchte, findet ihre Werke regelmäßig in wechselnden Kontexten: Ob in musealen Räumen, Galerien oder öffentlichen Plätzen – ihre Ausstellungen laden ein, die Grenzen zwischen zweidimensionaler Fläche und räumlicher Erfahrung neu zu erleben. So bleibt sie eine prägende Stimme der lokalen Kunstszene, die überregionale Aufmerksamkeit verdient.