Kirche/Kloster

Katholische Kirche St. Martin

Hauptstraße 47, 51143 Porz

Highlights

  • St. Martin in Porz ist eine katholische Pfarrkirche mit rollstuhlgerechtem Zugang und dokumentiertem Kirchenbau im Rheinischen Bildarchiv.
  • Die Kirche beherbergt neugotische Relieftafeln aus Tirol, darunter eine Madonna auf der Mondsichel (16. Jh.) und einen historischen Kreuzweg.
  • 1943–45 überstand die Pfarrei Kriegszerstörungen; 1969 erfolgte eine grundlegende Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen barrierefreien Zugang zur Kirche für alle Besucher.
  • Drei neugotische Relieftafeln aus Tirol zeigen biblische Motive wie den Kreuzweg und die Madonna auf der Mondsichel.
  • Ein neu gestalteter Kreuzweg wurde durch einen Vertreter des Franziskanerklosters in Köln geweiht und bietet thematische Stationen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Katholische Kirche St. Martin Porz – Kultur & Sakralausflug

Die Katholische Kirche St. Martin in Porz ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk mit einer bewegten Geschichte und künstlerisch wertvollem Innenraum. Die Kirche gehört zu den prägenden Orten der lokalen Kirchengemeinschaft und bietet Besuchern eine ansprechende Mischung aus historischer Substanz und moderner Gestaltung. Besonders hervorzuheben ist der rollstuhlgerechte Zugang, der den barrierefreien Besuch ermöglicht und die Kirche für alle Altersgruppen und Mobilitätsbedürfnisse zugänglich macht.

Der Innenraum der St. Martin-Kirche besticht durch eine Reihe von Kunstwerken, die über die Jahrzehnte hinweg gesammelt wurden. Ein zentrales Stück ist die „Madonna auf der Mondsichel“, ein Werk aus dem 16. Jahrhundert, das einst von Pfarrer Kloth erworben wurde. Zudem finden sich drei neugotische Relieftafeln, die ursprünglich als Seitenflügel des Hochaltars und Tabernakeltüren dienten. Ein weiteres Highlight ist ein Kreuz aus Tirol, das im Kunsthandel erworben und heute als Teil der Ausstattung präsentiert wird. Diese Objekte spiegeln den Reichtum der kirchlichen Kunstsammlung wider und laden zum Verweilen ein.

Die Geschichte der Kirche ist eng mit den Herausforderungen des 20. Jahrhunderts verbunden. Während des Zweiten Weltkriegs litten die Pfarrei und ihre Gläubigen unter den Folgen von Fliegeralarmen und Bombenangriffen, die die Aufrechterhaltung des Gemeindelebens erschwerten. Trotz dieser schwierigen Umstände blieb die Kirche ein Ort der Hoffnung und des Zusammenhalts. Später, in den 1960er-Jahren, wurde sie im Rahmen der liturgischen Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils grundlegend umgestaltet. Die Arbeiten, geleitet vom Architekten Hans Joachim Lohmeyer, prägten das heutige Erscheinungsbild und machten die Kirche zu einem modernen Gebetsort.

Ein besonderes Zeugnis der spirituellen Tradition ist der neu errichtete Kreuzweg, der 1943 durch Pater Sylvester Winkes, den Präses des Franziskanerklosters in Köln, geweiht wurde. Dieser Kreuzweg verbindet die historische Bedeutung der Kirche mit der lebendigen Frömmigkeit der Gläubigen und bietet Besuchern eine meditative Wegstrecke durch die Räume der St. Martin-Kirche. Die Dokumentation im Rheinischen Bildarchiv der Stadt Köln unterstreicht zudem den kulturellen Wert des Gebäudes und seiner Ausstattung.

Die Katholische Kirche St. Martin in Porz ist somit nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein Schatz an Kunst, Geschichte und Gemeinschaft. Ob als Ausflugsziel für Kulturinteressierte oder als Ort der Besinnung – die Kirche bietet eine ansprechende Atmosphäre, die zum Verweilen und Staunen einlädt. Mit ihrer offenen und inklusiven Gestaltung steht sie für die lebendige Tradition der katholischen Kirche in der Region.

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