Stadtmuseum Liebenwalde
Highlights
- Das Stadtmuseum Liebenwalde zeigt die Geschichte von der askanischen Burg (um 1200) bis zum Mauerfall 1989 mit historischen Exponaten.
- Im ehemaligen Gefängnis sind eine Schuhmacherwerkstatt (um 1920) und die Stadtgeschichte in den originalen Zellen präsentiert.
- Barrierefreier Zugang: Rollstuhlgerechter Eingang, WC und Parkplatz sowie Höranlagen für alle Besucher.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Eintritt in das Museum.
- Induktive Höranlagen stehen für Besucher mit Hörbeeinträchtigungen zur Verfügung.
- Rollstuhlgerechte Sitzmöglichkeiten sind in den Ausstellungsbereichen vorhanden.
Eigenschaften
Kultur & Geschichte im Stadtmuseum Liebenwalde entdecken
Eingebettet in den historischen Kontext der Region, erzählt das Museum die Entwicklung von Liebenwalde – einst als „Levenwalde“ urkundlich erwähnt – von seinen askanischen Anfängen bis in die Gegenwart. Besonders prägend war die Burg an der Havel, die die Askanier im 13. Jahrhundert als strategische Grenzfeste errichteten und die bis heute Spuren in der Stadtlandschaft hinterlassen hat.
Das Museum nutzt einzigartige Räumlichkeiten, darunter das ehemalige Stadtrathaus und das daneben gelegene, jahrzehntelang vernachlässigte Stadtgefängnis. Letzteres wurde nach seiner Sanierung 1997 zu einem zentralen Ausstellungsort: Das denkmalgeschützte Gebäude verbindet durch sein Treppenhaus beide Ebenen und präsentiert mit authentischen Exponaten die Alltagsgeschichte der Stadt. Besonders eindrucksvoll ist die rekonstruierte Schuhmacherwerkstatt aus der Zeit um 1920, die ein lebendiges Bild des Handwerks vergangener Tage vermittelt.
Ein weiterer Höhepunkt ist die Ausstellung zur Geschichte der Stadtgefängnis-Zelle, die von der ersten urkundlichen Erwähnung Liebenwaldes 1245 bis zum Mauerfall 1989 führt. Anhand von Originaldokumenten, Alltagsgegenständen und historischen Fotografien wird die Entwicklung der Stadt – von der mittelalterlichen Burg über die Industrialisierung bis zur modernen Zeit – nachvollziehbar. Die Präsentation ist dabei nicht nur chronologisch, sondern auch thematisch vielfältig, etwa durch die Darstellung des städtischen Lebens, der Handwerkszünfte oder der politischen Umbrüche.
Das Stadtmuseum besticht durch seine barrierefreie Gestaltung, die es allen Besucher:innen ermöglicht, die Ausstellungen zu erleben. Rollstuhlgerechte Zugänge, Sitzgelegenheiten und ein rollstuhlgerechtes WC sowie eine induktive Höranlage sorgen für eine inklusive und komfortable Besuchsführung. Auch der rollstuhlgerechte Parkplatz vor Ort erleichtert den Zugang. So wird das Museum nicht nur zu einem Ort der historischen Entdeckung, sondern auch zu einem Beispiel für moderne Museumspädagogik und Zugänglichkeit.
Wer sich für die Heimatgeschichte Brandenburgs interessiert, findet im Stadtmuseum Liebenwalde eine kompakte, aber umfassende Sammlung, die die Region aus lokaler Perspektive beleuchtet. Die Verbindung von archäologischen Funden, Alltagsgegenständen und historischen Gebäuden macht das Museum zu einem besonderen Ausflugsziel – ideal für Geschichtsinteressierte, Familien und alle, die die Spuren vergangener Epochen hautnah erleben möchten.