Denkmal/Gedenkstätte

Eremitage Neuer Garten

Am Neuen Garten Nordostlich vom Schloss am Seeufer, 14469 Potsdam

Highlights

  • Der Neue Garten in Potsdam ist ein 102,5 Hektar großes Parkgelände im Norden der Stadt am Heiligen und Jungfernsee.
  • Er wurde 1787 unter Friedrich Wilhelm II. als landschaftsgärtnerische Alternative zum barocken Park Sanssouci angelegt.
  • Wichtige Bauwerke im Park sind das Marmorpalais, die Gotische Bibliothek und die Muschelgrotte aus der Zeit um 1790.

Tipps

  • Spaziergänge am Heiligen See bieten viel Abwechslung und schöne Ausblicke auf das Wasser und Schloss Cecilienhof.
  • Die gut befestigten Wege eignen sich für Fußgänger und Radfahrer und führen vorbei an historischen Gartenbauten und Baumriesen.
  • Besonders sehenswert sind die kunstvoll angelegten Pflanzenskulpturen sowie die Muschelgrotte am Jungfernsee, ein historisches Gartenbauwerk.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Eremitage Neuer Garten

Der Neue Garten in Potsdam zählt zu den bedeutendsten Landschaftsgärten der Mark Brandenburg und ist fester Bestandteil des Ensembles der Potsdamer Schlossparks. Mit einer Fläche von über 100 Hektar liegt der Park im Norden der Stadt direkt am Heiligen See und verbindet sich landschaftlich mit benachbarten Anlagen wie dem Schlosspark Babelsberg und der Pfaueninsel. Ursprünglich ab 1787 unter Friedrich Wilhelm II. angelegt, sollte der Neue Garten eine bewusste Abkehr vom barocken Stil des Sanssouci-Parks darstellen und stattdessen englisches Vorbild folgen – geprägt von natürlichen Formen, geschwungenen Wegen und harmonisch eingefügten Gartenbauten.

Der Garten wurde maßgeblich vom Wörlitzer Gärtner Johann August Eyserbeck entworfen, der sich an den damals modernen Idealen des Landschaftsgartenstils orientierte. Im Gegensatz zu den strengen Anlagen des Barocks bot der Neue Garten Raum für Idylle und Ruhe: Weidende Kühe, kunstvoll angelegte Partien sowie kleine Architekturen wie die Meierei oder die bunten Häuser – so genannt wegen ihrer charakteristischen Farbgebung – prägten das Bild. Später überarbeitete Peter Joseph Lenné den Park und schuf weite Sichtachsen zu wichtigen Nachbarorten wie Glienicke, Sacrow und der Pfaueninsel, wodurch der Garten noch heute in ein größeres landschaftliches und kulturelles Netz eingebunden bleibt.

Besucher des Neuen Gartens können nicht nur die Vielfalt der Gartenarchitektur erkunden, sondern auch zahlreiche historische Gebäude besichtigen. Dazu gehören das Marmorpalais – ein frühes Werk des Klassizismus – sowie die Gotische Bibliothek, die Küchenruine und die Pyramide, die als Eiskeller diente. Ein besonderes Highlight ist die Muschelgrotte, ein geheimer Rückzugsort Friedrich Wilhelms II., der in den Jahren nach der Wiedervereinigung schrittweise restauriert wird. Auch das spät erbauten Schloss Cecilienhof fügt sich harmonisch in die Anlage ein und lädt zu Spaziergängen mit Blick auf den Heiligen See ein.

Der Neue Garten ist täglich vom Morgen bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet und ein idealer Ort für Spaziergänge zu Fuß oder mit dem Rad. Die gut befestigten Wege führen an malerischen Wasserstellen, alten Baumgruppen und kunstvoll gestalteten Pflanzenskulpturen vorbei. Ob als Ausflugsziel für die ganze Familie, als inspirierender Ort für Naturbeobachtung oder als kulturelles Erlebnis – der Park bietet für jeden Besucher eine eigene Facette der Gartenkunst und Geschichte Brandenburgs.

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