Museum

Im Güldenen Arm

Hermann-Elflein-Straße 3, 14473 Potsdam

Highlights

  • Barockes Fachwerkhaus aus 1737: ältestes original restauriertes Gebäude der Potsdamer Stadterweiterung unter Friedrich Wilhelm I.
  • Denkmalschutz: Museumshaus unterliegt der Aufsicht des Amtes für Denkmalpflege und zeigt historische Keramik des 18. Jahrhunderts.
  • Rollstuhlgerechtes WC vorhanden; Fokus auf Kulturprojekte und Bildungsmaßnahmen in Politik, Umwelt und Kunst.

Tipps

  • Der barocke Fachwerkbau aus dem Jahr 1737 bietet Einblicke in die historische Architektur der Potsdamer Stadterweiterung unter Friedrich Wilhelm I.
  • Ein rollstuhlgerechtes WC steht für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen zur Verfügung, um den Besuch barrierefrei zu gestalten.
  • Die wechselnden Ausstellungen kombinieren kulturelle Projekte mit musikalischen Begleitprogrammen, die thematische Vertiefungen ermöglichen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur & Museum im Güldenen Arm Potsdam

Das Museumshaus „Im Güldenen Arm“ in Potsdam zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der zweiten barocken Stadterweiterung unter Friedrich Wilhelm I. Das original restaurierte Fachwerkhaus aus dem frühen 18. Jahrhundert steht in der historischen Jägerstraße und ist ein herausragendes Beispiel für den Typenhaus-Bau dieser Epoche. Als Teil der Denkmalschutzmaßnahmen des Amtes für Denkmalpflege bewahrt es bis heute die authentische Architektur und Atmosphäre einer Zeit, in der Potsdam zu einer der prägendsten Residenzstädte Preußens wuchs.

Das Gebäude beherbergt wechselnde Ausstellungen, die sich mit Kultur, Politik und Umwelt auseinandersetzen. Besonders bekannt war die langjährige Präsentation der Keramiksammlung *„Die einfache Gebrauchsform – bürgerliche und bäuerliche Keramikgefäße des 18. Jahrhunderts“*, die nach 15 Jahren erfolgreicher Ausstellung nun einer Rekonstruktion unterzogen wird. Ein Teil der Sammlung wird voraussichtlich ab Ostern 2026 im Museum Senftenberg in einer Sonderausstellung zu sehen sein, während weitere keramische Stücke aus zehn europäischen Ländern im nahegelegenen Töpferdorf Görzke (bei Belzig) präsentiert werden.

Das „Im Güldenen Arm“ engagiert sich zudem für Bildungsprojekte und unterstützt die Konzeption sowie Durchführung von Veranstaltungen zu kulturellen und gesellschaftlichen Themen. Die Ausstellungen werden oft von renommierten Künstlern wie Stephan Velten oder Birgit-Katherine Seemann begleitet, deren Werke – etwa Ölmalereien oder zeitgenössische Installationen – das Haus zu einem lebendigen Ort der Begegnung zwischen Geschichte und Moderne machen. Besonders hervorzuheben sind die musikalischen Begleitprogramme, die von lokalen Künstlern wie Maria Reich oder Wolfgang Ohmer gestaltet werden und das Erlebnis der Ausstellungen vertiefen.

Mit seinem barocken Fachwerkcharakter und dem Fokus auf handwerkliche Traditionen sowie zeitgenössischer Kunst bietet das Museum einen einzigartigen Einblick in Potsdams kulturelles Erbe. Das rollstuhlgerechte WC und die barrierearme Gestaltung machen es zudem für ein breites Publikum zugänglich. Wer sich für die Geschichte der Stadt, die Entwicklung bürgerlicher Alltagskultur oder aktuelle künstlerische Positionen interessiert, findet hier eine inspirierende Mischung aus Tradition und Innovation.

Ob durch historische Exponate, wechselnde Sonderausstellungen oder kulturelle Bildungsangebote – das „Im Güldenen Arm“ bleibt ein zentraler Ort für alle, die Potsdam nicht nur als Residenzstadt, sondern auch als lebendiges Kulturzentrum erleben möchten. Die Verbindung von Denkmalschutz, Kunst und gesellschaftlichem Engagement macht es zu einem besonderen Ausflugsziel für Kulturinteressierte.

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