Denkmal/Gedenkstätte

Landhaus Schmidt-Dahlenburg

Große Weinmeisterstraße 43B, 14469 Potsdam

Highlights

  • Die Villa Schöningen in Potsdam wurde 1843 nach Entwürfen von Ludwig Persius im italienischen Villenstil erbaut.
  • Heute präsentiert die Villa zeitgenössische Kunst in wechselnden Ausstellungen im Dialog mit historischen Werken.
  • Das Gelände gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe Preußische Schlösser und Gärten und liegt direkt an der Glienicker Brücke.

Tipps

  • Führung buchen für vertiefte Einblicke in die Ausstellung und Geschichte des Hauses.
  • Aktuelle Ausstellungen im Innen- und Außenbereich erkunden, inspiriert von Kulturgeschichte und zeitgenössischer Kunst.
  • UNESCO-Weltkulturerbe im Park Sanssouci genießen – ideal für Spaziergänge nach dem Besuch.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Landhaus Schmidt-Dahlenburg

Das Landhaus Schmidt-Dahlenburg befindet sich in Potsdam und zählt zu den kulturellen Denkmälern der Region. Es gehört zu einem Ensemble aus historischen Villen, das sich an der Ostseite des Pfingstbergs befindet und aus Villa Henckel, Villa Quandt sowie Villa Lepsius besteht. Diese bauliche Gruppe ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Preußische Schlösser und Gärten“ und repräsentiert das architektonische und kulturelle Erbe der Stadt.

Die Villa Schlieffen, welche eng mit dem Landhaus Schmidt-Dahlenburg in einem räumlichen und kulturellen Kontext steht, wurde ursprünglich als Wohnsitz für den Hofmarschall Kurd Wolfgang von Schöning errichtet. Der Entwurf stammt vom Potsdamer Architekten Ludwig Persius und orientiert sich am italienischen Villenstil. Das Gebäude wurde im Auftrag von König Friedrich Wilhelm IV. realisiert und sollte optisch und räumlich zum Schloss Glienicke passen. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle eine einfache Schiffbauerwerkstatt, die später durch das repräsentative Landhaus ersetzt wurde.

Nach verschiedenen Besitzwechseln wurde die Villa im Jahr 1871 von Moritz Jacoby erworben und später an seine Tochter Anna und deren Ehemann Hermann Wallich weitergegeben. Die Familie nutzte das Anwesen vor allem als Sommerresidenz. Im Zuge der politischen Veränderungen des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst von der Roten Armee übernommen und diente kurzzeitig als Lazarett. In der DDR-Zeit wurde es in ein Kinderwochenheim umgewandelt. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur innerdeutschen Grenze lag das Haus direkt im sogenannten „Todesstreifen“ und war somit von strenger Kontrolle umgeben.

Heute steht die Villa, die eng mit der Geschichte des Landhauses verbunden ist, wieder der Öffentlichkeit offen. Sie präsentiert wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die im Dialog mit historischen Werken stehen. Dabei wird der historische Kontext des Gebäudes mit einbezogen, um einen Raum für Diskussionen über Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen. Die architektonischen Besonderheiten des Hauses sowie die Integration in den historischen Parklandschaft laden dazu ein, sich mit der kulturellen und politischen Geschichte des Ortes auseinanderzusetzen.

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