Denkmal/Gedenkstätte

Ringerkolonnade

14473 Potsdam

Highlights

  • Das Potsdamer Stadtschloss wurde 1747–1750 nach Plänen von Knobelsdorff im Auftrag Friedrichs II. erbaut.
  • Es diente als Residenz der Kurfürsten und später als Sitz des Landesparlaments Brandenburg.
  • Nach dem Abriss in der DDR wurde es 2010–2013 äußerlich rekonstruiert und beherbergt heute den Landtag.

Tipps

  • Das Ensemble um die Ringerkolonnade bietet gute Fotomotive, besonders im Zusammenspiel mit den umliegenden Gebäuden.
  • Die Kolonnade ist zentral gelegen und leicht zu Fuß vom Alten Markt aus zu erreichen.
  • Bei der Besichtigung auf unauffällige Beobachter achten, die sich gelegentlich in der Nähe aufhalten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Ringerkolonnade

Die Ringerkolonnade in Potsdam zählt zu den markanten Bauwerken am Alten Markt und ist Teil des ehemaligen Stadtschlossensembles. Ursprünglich im Auftrag Friedrichs des Großen und nach Entwürfen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff errichtet, repräsentiert das Bauwerk den friderizianischen Rokokostil. Es war ein zentraler Bestandteil der Residenz der brandenburgischen Kurfürsten und später des Sitzes der städtischen Verwaltung. Im Zweiten Weltkrieg wurde das gesamte Schlossensemble weitgehend zerstört und in der DDR-Zeit abgerissen. Nach einem Beschluss des Brandenburgischen Landtages wurde es von 2010 bis 2013 unter dem Architekten Peter Kulka äußerlich rekonstruiert und beherbergt heute das Landesparlament.

Die Kolonnade selbst steht in direktem räumlichen und architektonischem Zusammenhang mit dem Neuen Stadtschloss und bildet zusammen mit dem Marstall sowie dem Lustgarten ein städtebaulich bedeutendes Ensemble. Die Anlage ist sowohl wegen ihrer architektonischen Qualität als auch wegen ihrer zentralen Lage ein wichtiges Element des Potsdamer Stadtbildes. Die Kolonnade dient nicht nur als architektonischer Rahmen, sondern auch als Ort der Begegnung und des Aufenthalts – sowohl für Besucher als auch für Einheimische. Ihre Säulen zieren figürliche Skulpturen, die dem Ensemble zusätzliche künstlerische und historische Tiefe verleihen.

Als Teil des größten Bauwerks der Stadt, gelegen zwischen dem historischen Stadtkern und der Havel, präsentiert sich die Ringerkolonnade aus mehreren Blickwinkeln als beeindruckendes Motiv. Insbesondere im Zusammenspiel mit den umliegenden Gebäuden entsteht ein harmonisches Gesamtbild, das sowohl architektonisch als auch fotografisch überzeugt. Gäste betonen, dass das Bauwerk allein vielleicht unauffällig wirkt, im Kontext des Ensembles jedoch eine starke Wirkung entfaltet. Die zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zum Alten Markt macht es zu einem leicht zugänglichen und beliebten Standort für kurze Aufenthalte und Fotografien.

Die Geschichte der Ringerkolonnade ist eng verknüpft mit der Entwicklung Potsdams von einer mittelalterlichen Siedlung zur Residenzstadt preußischer Herrscher. Die erste urkundliche Er Erwähnung der Stadt datiert auf das Jahr 993, als am Havelufer eine slawische Festung existierte. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich diese Stelle zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt und später zu einem repräsentativen Zentrum unter den Askanier-Herzögen. Die spätere Residenzfunktion des Stadtschlosses unter den Kurfürsten machte Potsdam zu einem kulturellen und politischen Schwerpunkt in der Region. Die Kolonnade ist somit nicht nur ein architektonisches, sondern auch ein kulturhistorisches Zeugnis vergangener Epochen.

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