Denkmal/Gedenkstätte

Stiftung Garnisonkirche Potsdam

Breite Str. 7, 14467 Potsdam

Highlights

  • Die Garnisonkirche in Potsdam wurde 1730–1735 erbaut und war ein Hauptwerk des norddeutschen Barocks.
  • Nach dem Brand 1945 wurde die Ruine 1968 gesprengt, der Turm ist seit 2024 wiedererrichtet.
  • Heute dient das Gebäude als offene Stadtkirche und internationales Versöhnungszentrum.

Tipps

  • Ein Aufzug ermöglicht auch gebrechlichen Personen den Zugang zur Aussichtsplattform in 57 Meter Höhe.
  • Die Ausstellung zur Geschichte von Preußen und Potsdam ist umfangreich und gut gestaltet.
  • Der Kirchturm mit neu eröffneter Nagelkreuzkapelle ist ein beeindruckendes Architekturwerk.

Eigenschaften

Outdoor Entspannt Romantisch Kulturell Ganzjährig

Über Stiftung Garnisonkirche Potsdam

Die Stiftung Garnisonkirche Potsdam widmet sich der Geschichte und Gegenwart eines der bedeutendsten Sakralbauten der Region. Ursprünglich im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. errichtet, galt die Garnisonkirche als Hauptwerk des norddeutschen Barocks. Bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg war sie nicht nur religiöser, sondern auch politischer und kultureller Mittelpunkt Potsdams. Nach einem kontrovers diskutierten Wiederaufbau wurde der Kirchturm in den Jahren 2017 bis 2024 rekonstruiert und eröffnete schließlich als offene Stadtkirche und internationales Versöhnungszentrum erneut seine Tore.

Der Kirchturm ragt mit einer Höhe von fast 90 Metern über die Breite Straße und prägte einst zusammen mit der Nikolaikirche und der Heiliggeistkirche den historischen Stadtbild. Heute beherbergt er eine moderne Aussichtsplattform in 57 Metern Höhe, die mit einem Aufzug erreichbar ist und einen beeindruckenden Blick über Potsdam und die umliegenden Seen bietet. Im Turm befinden sich zudem eine neue Nagelkreuzkapelle sowie eine umfangreiche Ausstellung zur Geschichte des Ortes, die sowohl informativ als auch eindrucksvoll gestaltet ist.

Die Garnisonkirche war nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch Schauplatz bedeutender historischer Ereignisse. Hier vereinigten sich Lutheraner und Reformierte zur Union, Johann Sebastian Bach spielte 1747 in der Kirche, und wichtige politische Momente wie die ersten Sitzungen der frei gewählten Stadtverordneten fanden hier statt. Während der NS-Zeit wurde das Gotteshaus für Propagandazwecke missbraucht, gleichzeitig zählte es zu seinen Gemeindemitgliedern auch Widerstandskämpfer wie Henning von Tresckow und Helmuth James von Moltke.

Die heutige Stiftung setzt sich dafür ein, das Erbe dieses Ortes lebendig zu erhalten und für neue Generationen erfahrbar zu machen. Neben kulturellen und Bildungsangeboten dient die Garnisonkirche als Erinnerungsort und Symbol für Versöhnung. Die Mischung aus moderner Präsentation und historischer Authentizität macht sie zu einem lohnenswerten Ausflugsziel in Potsdam. Besucherinnen und Besucher erhalten hier nicht nur einen Einblick in die preußische Geschichte, sondern auch in die Gegenwart einer Kirche, die aus dem Schutt auferstanden ist.

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