See

Höllensteinsee

94267 Prackenbach

Highlights

  • Der Höllensteinsee ist ein künstlicher Stausee im Bayerischen Wald, der 1923–1926 für das Höllenstein-Kraftwerk entstand.
  • Die 19,2 Meter hohe Gewichtsstaumauer war bei ihrer Errichtung die größte Talsperre Bayerns.
  • Das Kraftwerk verfügt über drei Francis-Turbinen mit einer Gesamtleistung von 3,4 Megawatt.

Tipps

  • Wanderweg Höllensteinsteig ist teilweise anspruchsvoll, zwei Stellen sind mit Seilen gesichert.
  • Vom Parkplatz aus ist der Stausee in etwa 5 Minuten zu Fuß erreichbar.
  • Einkehrmöglichkeit oberhalb des Stausees vorhanden, von außen gut gepflegt wirkend.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Naturerlebnis am Höllensteinsee in Prackenbach

Der Höllensteinsee liegt im bayerisch-oberpfälzerischen Gemeindegebiet von Prackenbach und zählt zu den bedeutenden künstlichen Gewässern im Bayerischen Wald. Der Stausee wurde zwischen 1923 und 1926 als Teil des Höllenstein-Kraftwerks angelegt und staut den Schwarzen Regen auf einer Länge von 5,6 Kilometern zwischen Prackenbach und Bad Kötzting. Mit einer Staumauer von 19,2 Metern Höhe war er damals die größte Talsperre Bayerns und wurde von der Höllenstein Aktiengesellschaft (HÖLLAG) errichtet, um Strom für die Region zu erzeugen. Umgaben vom dichten Wald des Bayerischen Waldes erstreckt sich das Einzugsgebiet des Sees über ein waldreiches Mittelgebirgsareal mit einem Waldbestand von etwa 70 Prozent. Der Untergrund besteht überwiegend aus Granit und Gneis, und das Gelände weist einen Höhenunterschied von rund 1000 Metern zwischen dem Großen Arber und Prackenbach auf. Das Einzugsgebiet umfasst eine Fläche von 981 Quadratkilometern bis zur Talsperre Höllenstein und 998 Quadratkilometern bis zur nachgeschalteten Talsperre Pulling. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt durchschnittlich 1160 Millimeter. Das Kraftwerk am Höllensteinsee wurde ursprünglich als Speicher- und Spitzenkraftwerk konzipiert, wird heute jedoch als Laufwasserkraftwerk im Schwellbetrieb genutzt. Es verfügt über drei Francis-Schachtturbinen mit einer Gesamtleistung von 3,4 Megawatt. Die erzeugte Energie beträgt jährlich etwa 13,5 Millionen Kilowattstunden. Um die durch den Schwellbetrieb verursachten Abflussschwankungen auszugleichen, wurde von 1960 bis 1963 das Ausgleichskraftwerk Pulling errichtet, das zusätzlich rund 1,2 Megawatt leistet. In der Vergangenheit wurde die ökologische Qualität des Sees durch Abwässer der Papierfabrik Teisnach beeinträchtigt. Diese führten zu massiven Faulschlammablagerungen und reduzierten den Stauraum erheblich. Mit der Inbetriebnahme einer Ablaugenverbrennung im Jahr 1978 konnte die Verschmutzung deutlich reduziert werden. Heute bietet der Höllensteinsee ein sauberes und idyllisches Gewässer, das sich ideal für Erholung, Baden und Wassersport eignet. Die Region rund um den See ist landschaftlich reizvoll und lädt zu Spaziergängen, Radtouren und Naturbeobachtungen ein.

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Häufige Fragen zu Höllensteinsee

Wo befindet sich der Höllensteinsee?
Der Höllensteinsee liegt im Bayerischen Wald, im Gemeindegebiet der Stadt Viechtach zwischen Viechtach und Bad Kötzting. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde der Höllensteinsee angelegt?
Der Höllensteinsee wurde von 1923 bis 1926 für das Höllenstein-Kraftwerk angelegt. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Funktion hat das Höllenstein-Kraftwerk?
Das Höllensteinwerk dient hauptsächlich der Spitzenstromerzeugung im Schwellbetrieb und verfügt über drei Francis-Turbinen mit einer Gesamtleistung von 3,4 Megawatt. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wie groß ist das Einzugsgebiet des Höllensteinsees?
Das Einzugsgebiet des Höllensteinsees umfasst eine Fläche von 981 km² bis zur Talsperre. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia