Kleinbahn Kirchbarkau–Preetz–Lütjenburg
Highlights
- Die Kleinbahn Kirchbarkau–Preetz–Lütjenburg erschloss wirtschaftlich die ländliche Region östlich von Holstein.
- Der Abschnitt Preetz–Lütjenburg eröffnete 1910, der Anschluss Kirchbarkau–Preetz folgte 1911.
- Der Personenverkehr endete 1938, da Lastkraftwagen flexibler und wirtschaftlicher waren.
Tipps
- Parkplätze in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs Preetz sind begrenzt, eine frühzeitige Anreise wird empfohlen.
- Führungen über das Gelände und die historischen Anlagen sind nur nach vorheriger Absprache mit dem zuständigen Verein möglich.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Kleinbahn in Preetz entdecken
Die Kleinbahn Kirchbarkau–Preetz–Lütjenburg (KPL) ist ein ehemaliger Eisenbahnstrang im Kreis Plön in Schleswig-Holstein und zählt heute zu den interessanten Denkmälern der regionalen Verkehrsgeschichte. Der erste Abschnitt der Strecke wurde am 1. Oktober 1910 eröffnet, mit dem Ziel, die ländliche Region östlich von Holstein wirtschaftlich zu erschließen. Initiiert vor allem vom Kreis Plön, der mehr als 75 % der Anteile übernahm, wirkten auch die Städte Preetz und Lütjenburg an der Finanzierung mit. Die Bahn verband ab 1910 und 1911 nacheinander die Abschnitte Preetz–Lütjenburg und Kirchbarkau–Preetz und erstreckte sich über insgesamt 41½ Kilometer. Der Betrieb der Kleinbahn diente nicht nur dem Personenverkehr, sondern vor allem auch dem Gütertransport. Sie bediente verschiedene landwirtschaftliche Güter wie Rethwisch, Rastorf, Wildenhorst, Wittenberg und weitere Dörfer, aber auch Ziegeleien und eine Kiesgrube. In Preetz bestand der Anschluss an die bereits 1866 eröffnete Bahnstrecke Kiel–Ascheberg, allerdings lag der Kleinbahnhof etwa 600 Meter vom Hauptbahnhof entfernt. In Kirchbarkau gab es zudem einen Anschluss an die Kleinbahn Kiel–Segeberg, die 1911 in Betrieb genommen wurde. Besonders bemerkenswert war der Bau eines Damms und einer Brücke über eine Seeenge des Postsees bei Sieversdorf, um den nördlichen Streckenabschnitt zu realisieren. Der Betrieb der Strecke erfolgte zunächst durch die Firma Lenz & Co GmbH und ab 1920/27 durch die Allgemeine Deutsche Eisenbahn-Betriebs-GmbH. Ursprünglich verkehrten täglich vier Zugpaare, später jedoch wurde der Fahrplan auf drei Zugpaare reduziert. Aufgrund des Aufkommens flexiblerer Lastkraftwagen und der Tatsache, dass viele Dörfer von der Strecke nicht direkt erschlossen wurden, verlor die Kleinbahn zunehmend an Bedeutung. Der Personenverkehr zwischen Kirchbarkau und Preetz endete bereits am 1. April 1930. Der Ostteil der Strecke nach Lütjenburg hielt noch bis zum 15. Mai 1938 durch, ehe auch hier der Güterverkehr eingestellt und die gesamte Strecke stillgelegt wurde. Heute erinnert der ehemalige Streckenverlauf an die Zeit der Kleinbahnen in Schleswig-Holstein. Teile des Weges sind als Wander- und Radweg nutzbar und laden zu einem kulturhistorischen Ausflug ein. Besonders im Kontext der regionalen Geschichte lohnt sich ein Besuch vor Ort, um die ehemaligen Haltepunkte und Brückenreste zu entdecken. Die Strecke verbindet landschaftlich reizvolle Regionen und bietet Einblicke in das Leben und Wirtschaften ländlicher Gebiete zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
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Häufige Fragen zu Kleinbahn Kirchbarkau–Preetz–Lütjenburg
Wann wurde die Kleinbahn Kirchbarkau–Preetz–Lütjenburg eröffnet?
Quelle: wikipedia
Warum wurde die Kleinbahn wieder eingestellt?
Quelle: wikipedia
Welche Orte wurden durch die Kleinbahn bedient?
Quelle: wikipedia
Wer betrieb die Kleinbahn?
Quelle: wikipedia