Apelstein Nr. 20
Highlights
- Apelstein Nr. 20 markiert den Standort der Schlacht bei Wachau (16. Jahrhundert) zwischen Güldengossa und Liebertwolkwitz.
- Der Stein erinnert an verbündete Truppen und das Russisch-Preußische Denkmal in Großpösna-Güldengossa.
- Theodor Apel setzte 1860er-Jahre 44 Steine; der letzte Apelstein wurde 2000 errichtet.
Tipps
- Die Inschrift am Stein erinnert an die Verbündeten Truppen und die historische Bedeutung des Schlachtfeldes für die Region.
- Ein barrierefreier Zugang ermöglicht es Besuchern, den Stein ohne Hindernisse zu erreichen und die Umgebung zu erkunden.
Eigenschaften
Apelstein 20 Leipzig – Kulturdenkmal entdecken
Der Apelstein Nr. 20 in Leipzig zählt zu den markanten historischen Gedenksteinen, die der Leipziger Kaufmann und Mäzen Theodor Apel in den 1860er Jahren im Umland der Stadt errichten ließ. Auf eigene Initiative und mit Unterstützung privater Spenden schuf Apel insgesamt 44 dieser Steine, die an Schlachten und historische Ereignisse der napoleonischen Kriege erinnern sollten. Nach seinem Tod wurden noch sechs weitere Apelsteine hinzugefügt, darunter auch der Nr. 20, der bis ins Jahr 2000 gesetzt wurde.
Der Stein Nr. 20 befindet sich in der Nähe des Russisch-Preußischen Denkmals bei Großpösna und markiert den Ort der Schlacht bei Wachau. Die Inschrift auf dem Stein verweist auf die Verbündeten Truppen und die Bedeutung des Schlachtfeldes für die Geschichte der Region. Apels Initiative diente der Erinnerung an die Befreiungskriege, in denen Leipzig und seine Umgebung eine zentrale Rolle spielten.
Die Apelsteine sind nicht nur historische Denkmäler, sondern auch Zeugnisse eines ehrenamtlichen Engagements, das bis heute nachwirkt. Der Verein „Lebendige Geschichte Liebertwolkwitz“ setzt sich mit dem Erbe dieser Zeit auseinander und vermittelt das historische Handwerk sowie den Alltag des frühen 19. Jahrhunderts. Durch Führungen, Vorträge und Publikationen wird die Ortsgeschichte lebendig gehalten – besonders im Kontext der Befreiungskriege, die europäische Dimension hatten und bis heute die regionale Identität prägen.
Besonders die Schlacht bei Wachau und die daran beteiligten Truppen sind Gegenstand der Erinnerungskultur. Der Apelstein Nr. 20 steht dabei symbolisch für die Verbindung von lokaler und überregionaler Geschichte. Durch die Dokumentation historischer Quellen und die Aufarbeitung von Brauchtum trägt der Verein dazu bei, das kulturelle Erbe für kommende Generationen bewahrenswert zu machen.
Für Geschichtsinteressierte und Neugierige bietet der Stein eine Anknüpfungspunkt, um mehr über die Ereignisse um Leipzig in der napoleonischen Zeit zu erfahren. Die Apelsteine selbst sind dabei nicht nur Gedenkmale, sondern auch Teil eines Netzwerks, das die historische Landschaft der Region bis heute prägt – ein Zeugnis für Apels Engagement und den Willen, die Vergangenheit lebendig zu halten.