Museum

Das Fundbuero e.V.

Erich-Köhn-Straße 68b, 04177 Leipzig-Alt-West

Highlights

  • Das Fundbüro e.V. sammelt und archiviert Objekte, Fotos und Audioaufnahmen zur DDR-Geschichte – offen für individuelle Perspektiven und widersprüchliche Erinnerungen.
  • Interdisziplinäre Projekte wie Ausstellungen, Gespräche oder Tauschbörsen ermöglichen partizipative Forschung zu lokalen DDR-Erfahrungen in Leipzig-Alt-West.
  • Ein dynamisches Archiv dokumentiert Alltagsgeschichten, indem Besucher:innen selbst Objekte einbringen oder interviewt werden – für eine vielfältige Zeitzeugenschaft.

Tipps

  • Die Ausstellung zeigt Gegenstände und Dokumente, die persönliche Erinnerungen an die DDR-Zeit widerspiegeln und werden durch Audioaufnahmen ergänzt.
  • Besucher können während der Öffnungszeiten eigene Objekte vor Ort abgeben, die anschließend fotografiert und im Archiv dokumentiert werden.
  • Das Fundbüro bietet regelmäßig Veranstaltungen wie Gesprächsrunden oder Vorträge an, die von den Teilnehmenden mitgestaltet werden und Nischen-Themen aufgreifen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur & Museen in Leipzig-Alt-West entdecken

Das Fundbüro e.V. in Leipzig-Alt-West ist ein einzigartiges Projekt, das sich als lebendiges Archiv der DDR-Geschichte versteht. Im Mittelpunkt steht nicht die systematische Rekonstruktion einer historischen „Großerzählung“, sondern die Sammlung und Dokumentation vielfältiger, oft widersprüchlicher Erfahrungen aus der Zeit der DDR und ihren Folgen. Durch eine offene, partizipative Herangehensweise wird ein Raum geschaffen, in dem individuelle Perspektiven – ob Erinnerungen, Alltagsgegenstände oder kontroverse Gefühle – sichtbar werden und zur Diskussion anregen.

Die Initiatorin Monica Sheets und die langjährige Mitarbeiterin Peggy Freund treiben das Projekt seit Jahren voran. Ihr Fokus liegt auf der Bewahrung von Objekten, Fotos, Texten und Audioaufnahmen, die das Leben in der DDR und die Transformation danach widerspiegeln. Besonders wertvoll ist die Vielfalt der gesammelten Materialien: von Alltagsgegenständen über persönliche Dokumente bis hin zu ungewöhnlichen „Nischen-Themen“, die oft im öffentlichen Diskurs untergehen. Durch regelmäßige Öffnungszeiten können Besucher:innen selbst aktiv werden – sei es durch Interviews, das Hinterlassen von Gegenständen oder die Teilnahme an Gesprächsrunden.

Das Fundbüro e.V. arbeitet interdisziplinär und kooperativ, um neue Zugänge zur DDR-Geschichte zu erschließen. Neben klassischen Archivtätigkeiten wie der Konservierung von Dokumenten werden auch kreative Formate genutzt: Ausstellungen, Kinoabende, Tauschbörsen oder Arbeitsgruppen laden ein, die Vergangenheit gemeinsam zu erkunden. Die Themenwahl ist dabei flexibel und orientiert sich an den Interessen der Teilnehmenden – ob es um Alltagsgeschichte, politische Erinnerungen oder kulturelle Brüche geht. So entsteht ein dynamisches Gedächtnis, das nicht nur Fakten sammelt, sondern auch emotionale und gesellschaftliche Debatten anregt.

Besonders bemerkenswert ist der Ansatz, der die DDR-Geschichte nicht als abgeschlossenes Kapitel betrachtet, sondern als Teil der Gegenwart. Durch die offene Sammlung und Präsentation von Objekten wird ein Dialog über die Vergangenheit ermöglicht, der sowohl individuelle als auch kollektive Erinnerungen sichtbar macht. Das Fundbüro e.V. zeigt damit, wie Geschichte lebendig bleibt – durch die Stimmen und Dinge der Menschen, die sie erlebt haben.

Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur lokalen Geschichtskultur in Leipzig-Alt-West und verbindet traditionelle Archivarbeit mit innovativen Methoden. Es richtet sich an alle, die sich für die komplexen Facetten der DDR-Zeit interessieren – ob als Zeitzeug:innen, Forscher:innen oder neugierige Besucher:innen. Durch seine partizipative Ausrichtung bleibt das Fundbüro ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Reflexion über eine gemeinsame Vergangenheit.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…