Gutshaus Wüstenhagen
Highlights
- Gutshaus Wüstenhagen wurde erstmals 1391 urkundlich erwähnt.
- Das Gutshaus steht unter Denkmalschutz und wird derzeit rekonstruiert.
- Bekannte Besitzer waren die Familie von Vogelsang und später Karl Zarnekow.
Tipps
- Das Gutshaus Wüstenhagen befindet sich derzeit im Umbau und ist nicht vollständig zugänglich – ein Besuch lohnt dennoch, um die historische Architektur von außen zu betrachten.
- Interessierte können sich über die Geschichte des Gutes und seine Besitzer in der Publikation „Gutshäuser und Schlösser in Vorpommern“ informieren.
- Bei Veranstaltungen wie KunstOffen ist mit wechselnden Ausstellungen im Gutshaus zu rechnen, die zeitweise Einblicke in das Innere ermöglichen.
Eigenschaften
Über Gutshaus Wüstenhagen
Das Gutshaus Wüstenhagen liegt im Ort Prohn im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Es zählt zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Region und ist ein Zeugnis der ländlichen Architektur und Kulturgeschichte Vorpommerns. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort Wüstenhagen im Jahr 1391. Das Gutshaus selbst steht seit Jahrhunderten im Zentrum des Ortes und war über lange Zeit Sitz adeliger Familien, darunter zuletzt der Familie Zarnekow, bevor es in den 1960er Jahren umgebaut und später nach der Wende von verschiedenen Eigentümern genutzt wurde.
In den Jahren nach der politischen Wende stand das Gebäude lange leer und geriet zunehmend in baulichen Verfall. Fenster waren teilweise zerstört, das Dach zeigte erhebliche Schäden, und das Innere lag brach. Seit einem Eigentümerwechsel im Jahr 2007 sowie erneut im Jahr 2020 erfolgen schrittweise Restaurierungsarbeiten, bei denen unter anderem der Dachstuhl neu errichtet und die Giebel erneuert werden. Ziel ist es, das Gebäude nach historischem Vorbild wiederherzustellen und sowohl architektonische Substanz als auch kulturelle Identität zu bewahren.
Das Gutshaus Wüstenhagen wurde im Buch „Gutshäuser und Schlösser in Vorpommern“ im Band 1 vorgestellt, das mit historischen und aktuellen Fotografien sowie kurzen Beschreibungen zur Baugeschichte ausgewählte Objekte der Region dokumentiert. Die Rekonstruktion des Hauses wird dabei als Teil eines breiteren kulturellen Engagements betrachtet, das auch künstlerische Projekte ermöglicht. So fand etwa im Rahmen von KunstOffen 2024 eine Ausstellung des Künstlers Matthias Bargholz statt, dessen farbige Baumdarstellungen im Kontrast zur historischen Bausubstanz standen.
Die Besucherrezensionen spiegeln ein ambivalentes Bild wider: Während einige Gäste die gelungene Verbindung von altem Charme und moderner Einrichtungskunst loben – etwa durch den Einsatz von Stoffen und Kerzenschein – bemängeln andere den weiterhin sichtbaren Verfall einzelner Gebäudeteile. Einige Stimmen attestieren dem Gutshaus mangelnde Pflege und fehlende Hinweise auf kulturelle oder historische Nutzung, während andere die Atmosphäre und das Potenzial des Ortes hervorheben.