Dorfmuseum Kleinwendern
Highlights
- Kleinwendern ist Bayerns erstes Arche-Dorf und beherbergt über 200 Tiere verschiedener seltener Nutztierrassen.
- Das Dorf setzt sich aktiv für den Erhalt alter Rassen wie rotes Höhenvieh, Thüringer Wald Ziegen und Coburger Fuchsschafe ein.
- Neben Bio-Fleisch und Eiern bieten zertifizierte Erlebnisangebote auf dem Bauernhof Familien und Schulklassen viel Naturerlebnis.
Tipps
- Das Dorfmuseum Kleinwendern ist Teil eines Arche-Dorfs, in dem seltene Nutztierrassen erhalten werden – ein Besuch lohnt besonders für Naturliebhaber und Familien mit Kindern.
- Neben dem Museumsbesuch können Besucher Wanderungen mit Alpakas unternehmen und Erlebnisangebote auf dem zertifizierten Erlebnisbauernhof nutzen.
- Die Ausstellung informiert über alte Haustierrassen und das bürgerschaftliche Engagement des Dorfes beim Erhalt dieser Tiere.
Eigenschaften
Über Dorfmuseum Kleinwendern
Das Dorfmuseum Kleinwendern in Bad Alexandersbad ist ein besonderes Projekt im Rahmen des Naturparks Fichtelgebirge und trägt die Bezeichnung „Bayerns erstes Arche-Dorf“. Es verbindet den Erhalt seltener Nutztierrassen mit der Darstellung ländlicher Lebensweise und Kultur. Die Dorfgemeinschaft engagiert sich seit den Anfängen des Projekts mit großem Enthusiasmus, um alte Tierarten zu schützen und das kulturelle Erbe lebendig zu halten. Die hier lebenden Tiere gehören zu alten, zum Teil vom Aussterben bedrohten Rassen, darunter Rotes Höhenvieh, Coburger Fuchsschafe, Thüringer Wald Ziegen, Sundheimer Hühner und weitere.
Das Dorf, gelegen im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, präsentiert sich als lebendiges Museum, in dem Besucher die Tierwelt erleben können. Neben den Tieren selbst stehen auch ihre Haltungsformen, Zuchtziele und die Rolle im ökologischen Zusammenhang im Fokus. Die Tiere leben artgerecht auf Weiden und tragen aktiv zur Landschaftspflege bei. Die Zucht erfolgt nach den Richtlinien der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH), was den hohen ökologischen und kulturellen Wert des Projekts unterstreicht.
Das Dorfmuseum bietet nicht nur einen Einblick in die Tierwelt, sondern auch in die Geschichte der Region und die Traditionen des ländlichen Lebens. Neben den Tieren werden auch landwirtschaftliche Praktiken und Produkte wie Bio-Rindfleisch, Eier oder Martinsgänse angeboten, die direkt vor Ort erzeugt werden. Ein zertifizierter Erlebnisbauernhof ergänzt das Angebot durch pädagogische Programme für Schulen und Gruppen sowie durch tiergestützte Wanderungen mit Alpakas.
Die Vielfalt der vorgestellten Tierarten zeigt die Bemühungen um Arterhaltung und die Verbindung zur regionalen Kulturlandschaft. Die Rassen wie das Rote Höhenvieh mit seiner langen Geschichte oder die Thüringer Wald Ziege als einzige eigenständige Ziegenrasse Deutschlands verdeutlichen die Bedeutung des Projekts für den Naturschutz. Auch das Coburger Fuchsschaf, bekannt für seine besondere Wolle, oder die farbenfrohen Sundheimer Hühner tragen zur lebendigen Darstellung bei.
Mit einer Bewertung von 4,9 von 5 Sternen bei Google zeigt sich, dass Besucher die Idee und Umsetzung des Arche-Dorfs positiv wahrnehmen. Während einige Kritik an der Verwahrlosung des Ortes üben, wird das Engagement der Dorfgemeinschaft und der Erhalt seltener Tierarten vielfach gewürdigt. Kleinwendern verkörpert damit nicht nur eine Tierhaltungseinrichtung, sondern ein lebendiges Zeugnis für bürgerschaftliches Engagement und den Erhalt von Kultur und Natur im Fichtelgebirge.