St. Martin
Highlights
- Die erste Kirche in Pullenreuth entstand vermutlich im 11. Jahrhundert; 1364 war Pullenreuth bereits Seelsorgestelle.
- 1753 fehlten Altar, Fußboden und Bänke – 1947 folgte ein Gewölbe im Langhaus und eine zweite Empore.
- 1977 erhielt die Kirche einen Volksaltar; 1989/91 wurden Dach und Außenbau saniert.
Tipps
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine einfache Anreise zur Kirche.
- Die spätgotische Marienstatue aus dem 16. Jahrhundert stellt ein historisch bedeutendes Ausstattungsstück der Kirche dar.
- Das im 18. Jahrhundert errichtete Gotteshaus zeigt Spuren mehrerer Umbauten, darunter Gewölbeeinzug und Emporenanpassungen im 20. Jahrhundert.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in St. Martin Pullenreuth entdecken
Die St. Martin-Kirche in Pullenreuth ist ein historisches Zeugnis des christlichen Glaubens in der Region und zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauwerken der Umgebung. Die Ursprünge der Kirche reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, doch erstmals urkundlich erwähnt wurde Pullenreuth als Seelsorgestelle im Jahr 1364. Die mittelalterliche Kirche überstand jedoch nicht die Wirren der Hussitenkriege und wurde vermutlich zerstört. Ein Wiederaufbau ist für das Jahr 1505 dokumentiert, was auch durch das älteste erhaltene Ausstattungsstück bestätigt wird: eine spätgotische Marienstatue aus dieser Epoche.
Die Bedeutung der Kirche für die Region wuchs im Jahr 1668, als Pullenreuth aus der Mutterpfarrei Kemnath ausgegliedert und zur eigenständigen Pfarrei erhoben wurde. Dennoch blieb der Bau über die Jahrhunderte hinweg von Herausforderungen geprägt. Noch 1753 fehlten grundlegende Ausstattungselemente wie ein Altar, ein Fußboden oder Bänke – ein Zeichen für die finanziellen und baulichen Engpässe der Zeit. Erst durch die Initiative von Pfarrer Johann Friedrich Forster und eine Bittschrift an die kurfürstliche Regierung in Amberg konnte 1738 ein neues Gotteshaus errichtet werden, dessen Kosten sich auf eine beträchtliche Summe beliefen.
Die Kirche entwickelte sich im 20. Jahrhundert weiter: 1947 wurde das flachgedeckte Langhaus durch ein Gewölbe ergänzt, und eine zweite Empore entstand. In den 1970er-Jahren folgten umfangreiche Renovierungen – 1975 eine Innenrenovierung, 1976 bis 1977 die Restaurierung der Deckengemälde. 1977 wurden zudem der Volksaltar und der Ambo neu gestaltet. Spätere Sanierungen, wie die Dach- und Außenbauarbeiten in den Jahren 1989 und 1991, sicherten die Substanz des Bauwerks für kommende Generationen.
Mit einem Google-Rating von 4,5 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) gilt die St. Martin-Kirche heute als beliebter Ort für Kultur- und Sakralinteressierte. Der rollstuhlgerechte Parkplatz macht sie zudem barrierefrei zugänglich, sodass sie für alle Besucher attraktiv bleibt.