Denkmal/Gedenkstätte

Exulantendenkmal

Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

Highlights

  • Das Exilanten-Denkmal in Berlin erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung.
  • Es steht im Kontext der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.
  • Die Gedenkstätte liegt zentral in der Berliner Erinnerungslandschaft.

Tipps

  • Gruppenführungen am Holocaust-Denkmal bieten vertiefte Einblicke und können vorab gebucht werden.
  • Hörführungen sind während des Ausstellungsbesuchs im Ort der Information nutzbar.
  • Der Stadtspaziergang »Berlin als Erinnerungslandschaft« ermöglicht den Besuch mehrerer Denkmäler in einem Rundgang.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Exulantendenkmal

Das Exulantendenkmal in Berlin ist die zentrale Holocaustgedenkstätte Deutschlands und erinnert an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Es wurde im Jahr 2005 feierlich eröffnet und zählt zu den bedeutendsten Kultur- und Gedenkstätten der Hauptstadt. Das Denkmal befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor und erstreckt sich über eine Fläche von rund 19.000 Quadratmetern. Es besteht aus einem Feld von 2.711 Betonstelen unterschiedlicher Höhe, die von dem Architekten Peter Eisenman entworfen wurden und ein labyrinthartiges Gelände bilden.

Unterhalb des Stelenfeldes befindet sich der sogenannte Ort der Information, eine Ausstellung, die sich mit der Geschichte des Holocaust und der Ermordung der europäischen Juden auseinandersetzt. Die Ausstellung vermittelt Hintergründe zur nationalsozialistischen Judenverfolgung, zeigt biografische Einzelschicksale und dokumentiert die Dimension des Völkermords. Der Eintritt in das Gelände und die Ausstellung ist kostenfrei. Neben dem Gedenken an die Opfer dient das Denkmal auch der Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen von Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit.

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Träger des Denkmals, bietet verschiedene Bildungsangebote an, darunter Gruppenführungen, Hörführungen und thematische Stadtspaziergänge durch Berlin. Diese richten sich an unterschiedliche Zielgruppen und ermöglichen einen vertieften Zugang zur Geschichte des Holocaust. Die Stiftung betreibt zudem weitere Gedenkstätten in der Stadt, darunter Mahnmale für andere Opfergruppen des Nationalsozialismus wie Sinti und Roma, homosexuelle Männer sowie Zeugen Jehovas.

Das Exulantendenkmal steht als Ort der Erinnerung, der Reflexion und der politischen Bildung im Zentrum der deutschen Erinnerungskultur. Es wird von vielen Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt aufgesucht und gilt als wichtige Mahnung für die Bewahrung der Demokratie und die Verhinderung von Diskriminierung. Die Gestaltung des Denkmals ohne konkrete Symbolik sich individuell mit der Geschichte auseinanderzusetzen und die Bedeutung des Holocaust für die europäische Geschichte zu reflektieren.

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