Maria Rosenkranzkönigin
Eigenschaften
Über Maria Rosenkranzkönigin
Die Kirche Maria Rosenkranzkönigin in Radibor ist ein bedeutendes sakrals Kulturdenkmal und gehört zu den neuromanischen Kirchenbauten des späten 19. Jahrhunderts. Sie ist die dritte Kirche im Ort, weshalb sie auch als „neue Pfarrkirche“ bekannt ist. Die römisch-katholische Kirche steht im Zentrum der Gemeinde Radibor im sächsischen Oberlausitzkreis und ist sowohl für ihre architektonische Eleganz als auch für ihre kulturelle und religiöse Bedeutung innerhalb der sorbisch-deutschen Pfarrgemeinde von großer Wichtigkeit.
Der Bau der Kirche wurde aufgrund des schlechten Zustands der alten Pfarrkirche notwendig. Nach einer Kommission entschied man sich für einen Neubau, der mit Unterstützung des damaligen Bischofs und des evangelischen Gutsbesitzers Graf von Einsiedel zügig realisiert werden konnte. Das Grundstück wurde großzügig zur Verfügung gestellt, und bereits kurze Zeit später konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Kirche wurde schließlich feierlich geweiht und hat seitdem als geistliches Zentrum der katholischen Gemeinde gedient. Im Jahr 1996 wurde ihr hundertjähriges Bestehen gefeiert.
Architektonisch ist die Kirche Maria Rosenkranzkönigin eine dreischiffige Basilika im neuromanischen Stil. Besonders auffallend ist die repräsentative Portalfront sowie der quadratische Glockenturm an der Nordseite. Die Außenwände bestehen aus unverputztem Werkstein und sind durch Bogenfriesen und Lisenen strukturiert. Das Innere wurde in den späten 1980er Jahren originalgetreu restauriert und beeindruckt durch kunstvolle Ausstattungselemente wie den Hochaltar, die Kanzel, das Ziborium und den bemalten Chorbogen. Auch verschiedene Heiligenstatuen tragen zur besonderen Atmosphäre des Gotteshauses bei.
Die Kirche ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein kulturelles Zentrum, das die bilinguale Tradition der Region widerspiegelt. Die Pfarrgemeinde setzt sich aus sorbischen und deutschen Gläubigen zusammen, was sich auch in der zweisprachigen Bezeichnung der Kirche – „Cyrkej swjateje Marije, kralowny róžowca“ auf Sorbisch – zeigt. Diese Besonderheit macht die Kirche zu einem kulturellen Ankerpunkt der sorbischen Identität in der Oberlausitz.
Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,8 von 5 Sternen wird die Kirche von Besuchern als „tolle Kirche“ mit „gutem Pfarrer“ beschrieben. Sie lädt sowohl zur Besichtigung als auch zur spirituellen Einkehr ein und ist ein lohnendes Ausflugsziel für alle, die sich für sakrale Architektur, Regionalgeschichte oder die sorbische Kultur interessieren.