St. Georg, Liggeringen
Highlights
- Spätgotische Basilika aus 1436–1550 mit 82 m hohem Kirchturm – höchstem am Bodensee.
- Reliquien der heiligen Hausherren Theopont, Senesius und Zeno; wöchentliche Wallfahrtsmesse und Juli-Fest.
- Rollstuhlgerechter Zugang und Parkplatz; barockes Gewölbe (1713) und neogotischer Hochaltar (1897).
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Eintritt in die Kirche und den Besuch der historischen Innenräume.
- Ein barrierefreier Parkplatz in unmittelbarer Nähe erleichtert die Anreise für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
- Die spätgotische Architektur und das barocke Stichkappengewölbe aus dem 18. Jahrhundert prägen das Innere der Basilika und bieten architektonische Besonderheiten.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in St. Georg Liggeringen
Die Kirche St. Ihr Ursprung geht bis ins Jahr 826 zurück, als Bischof Radolt hier eine kleine Kapelle, die „Cella Radolti“, gründete. Die heutige Basilika entstand im 15. Jahrhundert: 1436 wurde der Grundstein für die spätgotische Pfeilerbasilika gelegt, die gegen Mitte des 16. Jahrhunderts vollendet wurde. Als höchste Kirche am Bodensee (82 Meter) dominiert ihr Kirchturm seit 1902/03 das Ortsbild und ist von weitem sichtbar.
Das Innere der Kirche besticht durch eine harmonische Verbindung historischer Stile. Das barocke Stichkappengewölbe im Mittelschiff stammt aus dem 18. Jahrhundert, während die spätgotischen Elemente wie die Pfeiler und die Reste eines gemalten Kreuzwegs (um 1490) im Seitenschiff auf die Ursprünge verweisen. Besonders sehenswert ist der neogotische Hochaltar von 1897, geschaffen von der Werkstätte Eberle. Die Kirche beherbergt zudem die Reliquien der heiligen Hausherren Theopont, Senesius und Zeno, deren Verehrung bis heute durch die wöchentliche Wallfahrtsmesse und das jährliche Fest im Juli lebendig gehalten wird.
St. Georg ist nicht nur ein geistliches Zentrum, sondern auch ein architektonisches Juwel. Das Geläute der Kirche folgt einem bewussten System: Unterschiedliche Läutezeichen kennzeichnen Gottesdienste und Feste im Jahreskreis, was den sakralen Rhythmus des Ortes hörbar macht. Als Teil des historischen Ortskerns von Radolfzell verbindet die Kirche sakrale Tradition mit städtebaulicher Bedeutung und lädt Besucher ein, ihre Geschichte zu erkunden.
Für Kulturinteressierte und Gläubige gleichermaßen ist St. Georg ein Ort der Andacht und des Staunens. Die Kirche bietet Raum für Wallfahrten, Konzerte und Gemeindeveranstaltungen, wobei ihr historischer Schatz – von den romanischen Anfängen bis zur spätgotischen Vollendung – jeden Besucher in ihren Bann zieht. Die Nähe zum Bodensee und die Verbindung zur Gründungsfigur Bischof Radolt unterstreichen zudem den besonderen Bezug zur Region. Ein Besuch hier ist eine Reise durch die Jahrhunderte und ein Erlebnis für alle Sinne.